Ricardo Araújo Pereira trotzt Bühnenangst mit Solo-Tournee "Ich bin kein Roboter"
Lina KrügerRicardo Araújo Pereira trotzt Bühnenangst mit Solo-Tournee "Ich bin kein Roboter"
Der portugiesische Komiker Ricardo Araújo Pereira startet Solo-Tournee – trotz großer Bühnenangst
Nach Jahren, in denen er die Bühne mied, wagte sich der portugiesische Komiker Ricardo Araújo Pereira nun mit einer Solo-Tournee zurück ins Rampenlicht. Bekannt für seinen scharfen Witz, gibt er offen zu, dass Live-Auftritte ihn tief verunsichern. Doch trotz seiner Nervosität beschreibt er die Erfahrung letztlich als lohnend.
Sein aktuelles Programm „Ich bin kein Roboter“ nimmt die frustrierenden Online-Checks aufs Korn, mit denen Nutzer ihre Menschlichkeit beweisen müssen. Diese Systeme nennt er „höchst nervig“ – und machte aus diesem Ärger kurzerhand Comedy-Material. Fans hatten lange gefragt: „Wann wird es endlich soweit sein?“ Bis die Tour dann tatsächlich angekündigt wurde.
Für Pereira bedeutet Stand-up-Comedy, Unvollkommenheit zu umarmen. Sein Auftritt dreht sich um „das Nörgeln darüber, wie schlecht man in diesem Ding namens Leben ist“. Selbst beim Spotten über Figuren wie Donald Trump tut er sich schwer: Den ehemaligen US-Präsidenten bezeichnet er zwar als „einen Clown“, doch wirklich treffend über ihn zu witzeln, fällt ihm schwer.
Das Schreiben von Witzen – allein oder mit Freunden – ist es, worin er sich am wohlsten fühlt. Die Bühne bleibt hingegen eine Herausforderung. Um das Lachen des Publikums besser wahrzunehmen, setzt er auf eine einfache Taktik: „Zähne zusammenbeißen und weitermachen. Mehr nicht – einfach das Beste geben, das ich kann.“ Trotz seines Unbehagens räumt er ein, dass Live-Auftritte irgendwann zu „einem bereichernden Erlebnis“ werden.
Die Tournee markiert einen seltenen Solo-Auftritt nach Jahren des Zögerns. Pereira betont, dass ihm nichts wichtiger ist als die Reaktion des Publikums – auch wenn er das Rampenlicht am liebsten meiden würde.
In „Ich bin kein Roboter“ verwandelt er Alltagsfrustrationen – von Online-Überprüfungen bis zu Lebenskrisen – in Comedy. Zwar gibt er seine Lampenfieber-Probleme zu, doch sein Fokus bleibt darauf, eine Verbindung zum Publikum herzustellen. Die Tournee zeigt seinen Willen, weiter auf der Bühne zu stehen – trotz der Nervosität, die damit einhergeht.






