Saarlands Stahlindustrie startet Milliardenprojekt für klimaneutrale Produktion bis 2030
Clara SchneiderSaarlands Stahlindustrie startet Milliardenprojekt für klimaneutrale Produktion bis 2030
Großes Bauprojekt im Saarland soll die Stahlindustrie der Region revolutionieren
Ein ambitioniertes Bauvorhaben im Saarland wird die Stahlproduktion der Region grundlegend verändern. Die Initiative, angeführt von Rogesa – einem Joint Venture der Unternehmen Dillinger und Saarstahl – zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 55 Prozent zu senken. Die offiziellen Bauarbeiten begannen am 23. Februar 2026, nur zehn Tage nach der Genehmigung.
An dem Projekt wirken das Tiefbau-Team von Wolff & Müller sowie die Heberger GmbH mit. Unter der Leitung von Dr. Albert Dürr, geschäftsführendem Gesellschafter bei Wolff & Müller, erstreckt sich die Baustelle über 270.000 Quadratmeter. Sieben Bauwerke entstehen, darunter eine zentrale Komponente namens „Rund-Eindicker“, für die rund 25.000 Kubikmeter Beton benötigt werden.
Die Bauarbeiten sollen etwa 15 Monate dauern, wobei in zwei Schichten mit sieben Turmdrehkränen gleichzeitig gearbeitet wird. Das Vorhaben ist Teil des umfassenden Power4Steel-Programms, einer Investition in Höhe von sechs Milliarden Euro, um ab 2028/29 jährlich bis zu 3,3 Millionen Tonnen CO₂-armen Stahl zu produzieren. Öffentliche Fördermittel unterstützen das Projekt, das strengere ökologische Vorgaben erfüllt.
Rogesa setzt zudem neue Wassermanagementsysteme ein, um die Umweltziele zu erreichen. Die Modernisierungen tragen nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern verringern auch den CO₂-Fußabdruck der Branche deutlich.
Das Projekt markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer nachhaltigeren Stahlproduktion im Saarland. Nach seiner Fertigstellung wird es bereits in wenigen Jahren die Großserienfertigung von Stahl mit geringen Emissionen ermöglichen. Langfristig profitiert die Industrie der Region sowohl ökologisch als auch betrieblich von den Neuerungen.






