Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt barrierefreie Mini-Wohnlösung ab
Lina KrügerSalzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt barrierefreie Mini-Wohnlösung ab
Ein Antrag zur Vereinfachung des Baus von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, kleine, barrierefreie Wohnhäuser in die örtlichen Bebauungspläne zu integrieren. Nur zwei Ratsmitglieder stimmten dafür – Gründe für die überwältigende Ablehnung wurden nicht genannt.
Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, hatte argumentiert, dass Tiny Houses den Wohnungsdruck verringern könnten. Die kompakten Häuser seien barrierefrei und deutlich günstiger als der nachträgliche Einbau von Treppenliften oder anderen Umbaumaßnahmen in größeren Immobilien, hieß es. Ältere Bewohner könnten so aus zu großen „Empty-Nest“-Häusern in kleinere Wohnformen umziehen und gleichzeitig familiengerechten Wohnraum für jüngere Käufer freimachen.
In ihrem Antrag stellten die Initiatoren Tiny Houses zudem als Instrument für generationengerechtes Wohnen dar. Durch den Verkauf überdimensionierter Häuser könnten Senioren laut der Gruppe die Kosten für Pflegeeinrichtungen senken. Der Vorschlag umfasste klare Bauregeln, um zügige Genehmigungsverfahren zu gewährleisten.
Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Antrag ohne Debatte oder Begründung ab.
Die Ablehnung bedeutet, dass die bestehenden Vorschriften für Tiny Houses in Salzgitter unverändert bleiben. Weitere Schritte zur Förderung kompakter, barrierefreier Wohnformen wurden nicht angekündigt. Die Entscheidung des Rates besagt, dass die aktuellen Bebauungsregeln vorerst in Kraft bleiben.






