Schulleiter lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmkurse aus politischen Gründen ab
Clara SchneiderSchulleiter lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmkurse aus politischen Gründen ab
Ein Schulleiter in Bremerhaven hat eine Spende von 150 Euro von Jan Timke für die Finanzierung von Schwimmkursen abgelehnt. Die Entscheidung wurde aus politischen Gründen getroffen und löste Kritik beim Spender aus. Timke hatte das Geld angeboten, nachdem er erfahren hatte, dass der Schule die Mittel für die Kurse fehlten.
Timke erfuhr zunächst durch einen Bekannten von der finanziellen Notlage der Schule. Daraufhin bot er an, die 150 Euro für den Schwimmunterricht zu übernehmen. Der Schulleiter lehnte das Angebot jedoch mit der Begründung ab, es handele sich um eine politische Entscheidung.
Timke warf dem Schulleiter daraufhin vor, persönliche Ansichten über die Bedürfnisse der Kinder zu stellen. Zudem forderte er, dass Schulen politisch neutral bleiben und ihre Politisierung beendet werden müsse. Der Schulleiter gab die 150 Euro später zurück und bestätigte, dass inzwischen ein anderer Spender die benötigten Mittel bereitgestellt habe.
Timke, der ursprünglich die Protestgruppe Bürger in Wut gegründet hatte, gliederte diese 2023 in die Partei Bündnis Deutschland ein. Die Partei ist derzeit nur im Bremer Landtag vertreten. Nach der Ablehnung lud er lokale gemeinnützige Organisationen ein, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro stattdessen nutzen könnten.
Die Entscheidung des Schulleiters hat eine öffentliche Debatte über politischen Einfluss an Schulen ausgelöst. Der Schwimmunterricht wird nun mit alternativer Finanzierung stattfinden. Timkes Angebot steht weiterhin anderen Gruppen in Bremerhaven zur Verfügung.






