Streit um AfD-CDU-Foto in Halberstadt entfacht politische Debatte in Sachsen-Anhalt
Clara SchneiderStreit um AfD-CDU-Foto in Halberstadt entfacht politische Debatte in Sachsen-Anhalt
Ein kürzlich stattgefundenes Ereignis in Halberstadt hat eine Debatte über politische Grenzen in Sachsen-Anhalt ausgelöst. Ein gemeinsames Foto des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und des CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer wirft Fragen zur Haltung der CDU gegenüber der AfD auf. Das Bild, das während einer Veranstaltung entstanden ist, zeigt beide Männer mit getrennten Mikrofonen in der Hand.
Die Veranstaltung wurde vom Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberal-Mittelständischen Verbands organisiert. Dessen Bundesvorsitzende, Angelika Hießerich-Peter, distanzierte sich nachträglich von der Zusammenkunft, nachdem ihr bekannt wurde, dass Siegmund eingeladen worden war.
Guido Heuer betonte, das Foto zeige einen Moment politischer Konfrontation und keine Zusammenarbeit. Er unterstrich, seine Partei werde an der Linie „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“ gegenüber der AfD festhalten. Zugleich schloss er jede Koalition mit der AfD oder der Linken aus.
Ulrich Siegmund wies in einem Interview mit der Jungen Freiheit Vorwürfe zurück, die „Brandmauer“ zwischen CDU und AfD bröckle. Die Aufnahme sei entstanden, nachdem Heuer während einer Aussage Siegmunds eingriff.
Der Vorfall rückt die anhaltenden Diskussionen über politische Bündnisse und Abgrenzungen in Sachsen-Anhalt in den Fokus. Beide Politiker haben seitdem ihre Positionen bekräftigt, während die CDU an ihrer Distanz zu einer formalen Zusammenarbeit mit der AfD festhält. Der Veranstalter steht nun wegen der Gästeliste in der Kritik.






