Suhl beschließt umstrittenen Regionalplan für Windenergie mit 40 neuen Vorranggebieten
Emma MayerSuhl beschließt umstrittenen Regionalplan für Windenergie mit 40 neuen Vorranggebieten
Öffentliche Versammlung in Suhl beschließt neuen Regionalplan für Windenergie in Südwestthüringen
Bei einer öffentlichen Sitzung in Suhl wurde am Mittwoch ein neuer Regionalplan für die Windenergie in Südwestthüringen verabschiedet. Der Entwurf sieht 40 Vorranggebiete für Windkraft vor und erweitert die für Windräder vorgesehenen Flächen von bisher 0,15 % auf 1,7 % der Region. Rund 150 Demonstranten versammelten sich vor dem Veranstaltungsort, um gegen die Pläne zu protestieren.
Die Regionalplanungsgemeinschaft Südwestthüringen (RPG) stimmte über die zweite Fassung ihres Regionalplans ab. Zu den zentralen Beschlüssen gehörte die Umbenennung der ehemaligen Vorrangzone 4 "Bornkopf", die künftig als Vorranggebiet 14 "Salzunger Berg bei Weilar" geführt wird. Der verabschiedete Entwurf umfasst etwa 6.900 Hektar, wobei sieben der 40 Zonen in der Rhön liegen.
Vor der Abstimmung inszenierten lokale Windkraftgegner einen "stummen Protest" vor dem Gebäude. Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald beteiligten sich mit Plakaten und Transparenten. Der Landrat des Wartburgkreises, Michael Brodführer (CDU), nahm die Demonstranten zur Kenntnis, betonte jedoch, dass die Sitzung wie geplant stattfinden werde.
Im Inneren zeigte die Abstimmung eine deutliche Mehrheit für den Entwurf: 21 Mitglieder stimmten dafür. Nur der Landrat des Landkreises Sonneberg, Robert Sesselmann (AfD), und der parteilose Bürgermeister von Schalkau, Mark Schwimmer, lehnten den Plan ab. Nach dem Beschluss wurde die öffentliche Auslegungsfrist auf den 18. Mai festgelegt und läuft acht Wochen lang.
Der verabschiedete Plan erhöht die für Windkraftanlagen verfügbaren Flächen in der Region deutlich. In den kommenden zwei Monaten wird die Öffentlichkeit Gelegenheit zur Stellungnahme haben, bevor weitere Schritte folgen. Die Entscheidung unterstreicht den Ausbau erneuerbarer Energien – trotz anhaltender lokaler Widerstände.






