29 April 2026, 12:07

Terrassengebühren in Sachsen-Anhalt: Von 0 bis über 1.000 Euro pro Saison

Ein Berliner Restaurant mit Holztischen und -stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das eine Straßenszene im Freien zeigt.

Terrassengebühren in Sachsen-Anhalt: Von 0 bis über 1.000 Euro pro Saison

Eine neue Vergleichsstudie hat deutliche Unterschiede bei den Terrassengebühren in den Städten Sachsen-Anhalts aufgedeckt. Die Untersuchung analysierte die Abgaben für Außen gastronomische Flächen in 24 Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern. Während einige Städte überhaupt keine Gebühren erheben, verlangen andere für eine Standard-Terrasse über 1.000 Euro.

Im Mittelpunkt der Analyse stand ein Modellbetrieb: eine 25 Quadratmeter große Terrasse in zentraler Innenstadtlage, die während der Hauptsaison (Mai bis September, 153 Tage) genutzt wird. Im Durchschnitt berechnen die Städte für diese Konstellation 328 Euro. Doch die Kosten unterscheiden sich erheblich.

Am höchsten sind die Abgaben in Wernigerode mit 1.163 Euro – eine Folge der 2023 beschlossenen Erhöhung nach Änderungen der Sondernutzungssatzung. Am anderen Ende der Skala liegt Schönebeck mit nur 52 Euro, den niedrigsten Gebühren in der Region. Fünf Städte – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Lutherstadt Eisleben – verzichten hingegen komplett auf Terrassengebühren.

Auch Halle (Saale) und Lutherstadt Wittenberg fallen mit überdurchschnittlichen Abgaben von 700 bzw. 750 Euro auf. Der Bund der Steuerzahler argumentiert, dass ein Wegfall dieser Gebühren kaum finanzielle Auswirkungen auf die Kommunen hätte, da sie weniger als 0,05 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen. Stattdessen fordert der Verband die Städte auf, die Abgaben abzuschaffen, um die Außengastronomie zu stärken und die angeschlagenen Innenstädte zu beleben.

Die Studie zeigt, wie unterschiedlich die Städte mit den Terrassengebühren umgehen: Während einige hohe Kosten erheben, haben andere sie bereits vollständig abgeschafft. Angesichts des geringen Haushaltseffekts könnten Forderungen nach einem generellen Verzicht die Politik für die Außengastronomie in der Region neu prägen.

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