Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro für Infrastruktur und Digitalisierung bis 2036
Clara SchneiderWolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro für Infrastruktur und Digitalisierung bis 2036
Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro Bundesförderung in den nächsten zwölf Jahren
Die Mittel sollen helfen, langjährige Investitionsstaus abzubauen und die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern. Die Verantwortlichen wollen bereits geplante Projekte beschleunigen, damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schneller davon profitieren.
Bis 2029 startet das Land zudem ein separates Programm über eine Milliarde Euro für die Kommunen, mit Schwerpunkt auf unterfinanzierten Bereichen wie Sicherheit, Digitalisierung und Energie.
Durch die Bundeshilfen kann Thüringen erstmals seit Jahren wieder über zwei Milliarden Euro jährlich investieren. Finanzministerin Katja Wolf betonte die Dringlichkeit zügiger Maßnahmen und verwies auf steigende Kosten durch globale Spannungen wie den Iran-Konflikt. Bereits für 2023 und 2024 sind 633 Millionen Euro vorgesehen – etwa ein Viertel der Bundesmittel für das Land.
Zu den zentralen Vorhaben zählen zehn Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, acht Millionen Euro für barrierefreien ÖPNV sowie 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum. Weitere 75 Millionen Euro fließen in strukturelle Reformen des Krankenhaussystems. Zudem passt Thüringen die Mittelvergabe an und priorisiert Projekte mit unzureichender Finanzierung.
Thüringens Ansatz unterscheidet sich von anderen Regionen: Während einige Bundesländer mit Verzögerungen oder uneinheitlichen Fördermodellen kämpfen, setzt Thüringen auf Tempo und gezielte Investitionen. Die Kommunen erhalten über das neue Milliardenprogramm direkte Unterstützung, um in kritischen Bereichen schneller voranzukommen.
Die Gelder sollen vernachlässigte Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen im ganzen Land modernisieren. Mit den gesicherten 2,5 Milliarden Euro rechnet die Landesregierung mit einer zügigeren Umsetzung zentraler Projekte. Die ersten Investitionen in Digitalisierung, Verkehr und Gesundheitswesen laufen bereits.






