17 March 2026, 00:04

Tourist zahlt nach 48 Jahren für gestohlenen Hofbräuhaus-Krug

Zwei deutsche Bierhumpen mit detaillierten Designs und Texten, nebeneinander auf einer weißen Oberfläche gestellt.

Tourist zahlt nach 48 Jahren für gestohlenen Hofbräuhaus-Krug

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach seinem Besuch im Münchner Hofbräuhaus das Geld für einen Bierkrug zurückerstattet, den er damals versehentlich mitgenommen hatte. Der Mann, der das Lokal 1976 besucht hatte, schickte kürzlich 20 Euro als Ausgleich, nachdem er den aktuellen Preis im Internet entdeckt hatte. Solche Fälle sind zwar selten, tauchen aber gelegentlich in der berühmten Bierhalle wieder auf.

Der Vorfall ereignete sich 1976, als der englischsprachige Gast nach einem lebhaften Abend das Hofbräuhaus mit einem Krug verließ. Erst Jahrzehnte später, beim Stöbern auf der Website des Hauses, wurde ihm sein Fehler bewusst – der Krug wird dort heute für 19,95 Euro angeboten. Statt das Stück zurückzuschicken, überwies er 20 Euro als Ersatz.

Dies ist nicht der erste Fall eines "zurückgekehrten" Krugs: 2020 gab eine Amerikanerin nach 55 Jahren einen gestohlenen Krug an das Wirtshaus Platzl zurück. Das Hofbräuhaus selbst erhält etwa drei- bis viermal pro Jahr ähnliche Briefe oder zurückgesandte Krüge.

Zwischen 2021 und 2025 wurden rund 1.700 entwendete Krüge entweder zurückgegeben oder finanziell ausgeglichen – doch nur etwa 200 kehrten physisch zurück. Die meisten Fälle, wie dieser, enden mit einer Geldentschädigung. Das Hofbräuhaus führt keine Liste über fehlende Krüge, da beschädigte Exemplare sofort ersetzt werden.

Die 20 Euro fließen nun an die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftige Kinder unterstützt. Das Hofbräuhaus geht mit solchen Vorfällen pragmatisch und großzügig um. Diesmal kommt das zurückerstattete Geld also keinem Bierbestand zugute, sondern einem lokalen guten Zweck.

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