Uli Borowka packt aus: Wie Alkoholsucht sein Leben als Profi zerstörte
Clara SchneiderUli Borowka packt aus: Wie Alkoholsucht sein Leben als Profi zerstörte
Ehemaliger Bundesliga-Profi Uli Borowka berichtet vor Schülern in Salzgitter über seine Alkoholsucht
Der frühere Bundesliga-Fußballer Uli Borowka hat kürzlich vor 350 Schülern in Salzgitter über seinen Kampf gegen die Alkoholabhängigkeit gesprochen. Die Veranstaltung, die an örtlichen Schulen stattfand, sollte Jugendliche für die Gefahren von Suchterkrankungen sensibilisieren. Borowka schöpfte dabei aus seinen eigenen Erfahrungen, die er in seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“ detailliert beschreibt.
Der Vortrag fand an der Gottfried-Linke-Realschule und am Kranich-Gymnasium statt, wo Schüler der neunten und zehnten Klassen zusammenkamen, um Borowkas Geschichte zu hören. Der Ex-Verteidiger schilderte, wie seine Sucht außer Kontrolle geriet und seine Karriere, Gesundheit sowie das Verhältnis zu seiner Familie zerstörte. Besonders betonte er, dass eine Abhängigkeit den Blick auf das Leben verenge – und rief die Jugendlichen dazu auf, ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen.
Nach der Veranstaltung bildeten sich lange Schlangen, als Schüler Autogramme und Selfies mit Borowka wollten. Viele fragten ihn nach seinem Trinkverhalten, seinem Weg aus der Sucht und wie er heute sein Leben als Vater meistert. Organisiert wurde die Aktion mit Unterstützung der Salzgitterer Migrationsbürgerdienste, der AWO-Salto Suchthilfe sowie des Präventionsrats Salzgitter und weiterer Partner.
Die Finanzierung übernahmen die BKK Salzgitter und die BKK Public, sodass das Projekt eine breite Zielgruppe erreichen konnte. Die Veranstalter lobten im Nachgang die Offenheit und Wirksamkeit des Gesprächs als starkes Instrument der Suchtprävention – besonders für junge Menschen, die mit ähnlichen Problemen kämpfen.
Borowkas Besuch hinterließ bei den Schülern einen tiefen Eindruck und bot einen schonungslosen Einblick in die Folgen einer Sucht. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gesundheitseinrichtungen und lokalen Initiativen machte die Veranstaltung möglich und unterstrich das gemeinsame Engagement, Jugendliche über die Risiken von Drogen- und Alkoholmissbrauch aufzuklären.






