17 March 2026, 00:06

UniCredit überrascht mit 35-Milliarden-Offerte für Commerzbank – DAX reagiert positiv

Balkendiagramm, das Wertminderungen von Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

UniCredit überrascht mit 35-Milliarden-Offerte für Commerzbank – DAX reagiert positiv

Überraschendes Übernahmeangebot: UniCredit bietet 35 Milliarden Euro für Commerzbank

Ein überraschendes Übernahmeangebot der UniCredit für die Commerzbank sorgte am Montag für Aufsehen an den deutschen Märkten. Das 35-Milliarden-Euro-Angebot verdrängte die zuvor dominierenden Sorgen über die Ölpreise und trieb den DAX ins Plus. Nun warten Anleger gespannt auf politische und unternehmerische Reaktionen auf den geplanten Deal.

Die UniCredit kündigte offiziell ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Commerzbank-Aktien an. Der Angebotspreis liegt bei 30,80 Euro pro Aktie – alternativ 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Eine formelle Vorlage des Angebots wird im Mai erwartet, während Investoren die kritische Unterstützungsmarke des DAX bei 22.900 Punkten im Blick behalten.

Zunächst hatte der DAX im frühen Handel aufgrund fallender Ölpreise nachgegeben, doch UniCredits Schritt kehrte den Trend um. Bis zum frühen Nachmittag stieg der Index um 0,53 Prozent auf 23.574 Punkte. Die Commerzbank-Aktie selbst legte fast 10 Prozent zu und hob die Stimmung am gesamten Markt.

Doch der Widerstand gegen die Übernahme ist groß. Die Bundesregierung, die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat der Commerzbank lehnen den Deal entschieden ab. Analysten vermuten, dass UniCredit-Chef Andrea Orcel die Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp unter Druck setzt, um Verhandlungen zu erzwingen. Der DAX notiert weiterhin 4,5 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt – seine weitere Entwicklung hängt davon ab, wie sich das Übernahmeangebot entwickelt.

Das Angebot hat die Marktstimmung bereits verändert: Der Aktienkurs der Commerzbank schoss deutlich nach oben. Die kurzfristige Performance des DAX wird nun davon abhängen, wie Aufsichtsbehörden, Gewerkschaften und Unternehmensführungen reagieren. Eine endgültige Entscheidung über das 35-Milliarden-Euro-Angebot steht noch Wochen bevor.

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