US-Sanitäter trägt lebenslange Narbe nach Messerangriff in Dresdner Straßenbahn
Clara SchneiderUS-Sanitäter trägt lebenslange Narbe nach Messerangriff in Dresdner Straßenbahn
John Rudat, ein 21-jähriger US-amerikanischer Rettungssanitäter, erlitt nach einem Einsatz in einer Dresdner Straßenbahn eine tiefe Gesichtsnarbe. Der Amerikaner hatte versucht, eine 18-jährige Frau vor ihrem mutmaßlichen Angreifer zu schützen, woraufhin es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit zwei Männern kam.
Der Vorfall ereignete sich Ende 2023 in einer Dresdner Straßenbahn. Laut Staatsanwaltschaft soll der 22-jährige Majd A. seine Freundin während der Fahrt angegriffen haben. Als Rudat eingriff, um ihr zu helfen, habe der zweite Beschuldigte – ein 20-Jähriger – ihm mit einem Teppichmesser eine tiefe Wunde im Gesicht zugefügt. Die Verletzung reichte von unter seinem Auge über die Nase bis hinab zur Oberlippe und musste im Universitätsklinikum Dresden mit 40 Stichen genäht werden.
Rudat, ein ehemaliges Model und frisch ausgebildeter Rettungssanitäter aus Albany im US-Bundesstaat New York, reiste für die Verhandlung nach Dresden zurück. Über eine GoFundMe-Kampagne wurden mehr als 95.000 US-Dollar für seine Behandlungskosten gesammelt. Er erklärte, dass noch Mittel übrig seien, die möglicherweise für zukünftige Behandlungen von Atemproblemen aufgrund seiner Nasenverletzungen genutzt werden könnten.
Während des Prozesses entschuldigten sich beide Angeklagten bei Rudat. Trotz der bleibenden körperlichen Narbe bezeichnete er diese als ein „Symbol“ und eine „Erinnerung“ an das Ereignis.
Der Fall hat durch Rudats Aussage besondere Aufmerksamkeit erhalten, da sie die Schwere des Angriffs unterstreicht. Die gesammelten Spenden sollen seine weitere Genesung unterstützen, doch die Narbe bleibt als dauerhafte Spur zurück. Beide Angeklagten haben ihre Taten vor Gericht eingeräumt.






