ver.di ruft zum Streik: Lohnverhandlungen im Einzelhandel gescheitert
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern in einer Sackgasse endeten. Beschäftigte großer Handelsketten wie Rewe, Penny und IKEA wollen sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, trotz laufender Gespräche ihre Lohnangebote nicht verbessert zu haben.
Von dem Streik betroffen sind Mitarbeiter mehrerer Ketten, darunter Kaufland, H&M, Zara und Primark. ver.di fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie eine jährliche Aufstockung von 150 Euro für Auszubildende. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Die Arbeitgeber haben bisher eine Lohnerhöhung von 2 Prozent für Einzelhandelsbeschäftigte nach sechs Monaten vorgeschlagen. Großhandelsmitarbeiter sollen nach einer Phase stagnierender Löhne eine Steigerung von 1,8 Prozent erhalten. ver.di hält diese Angebote angesichts der erwarteten Inflationsrate für unzureichend.
Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den Einzelhandel in Hessen, kritisierte, dass die Arbeitgeber die finanzielle Unsicherheit der Beschäftigten verlängerten. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Streikaufruf spiegelt die Frustration über Lohnstagnation und steigende Lebenshaltungskosten wider. Beschäftigte einiger der größten deutschen Handels- und Logistikunternehmen werden sich an den Aktionen beteiligen. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass die Arbeitgeber auf die Forderungen eingehen müssen, um weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden.
