Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Hannah WeberPötsch bleibt VW-Oberaufsichtsrat - Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat vorgeschlagen, Hans Dieter Pötsch für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender wiederzuwählen. Die Nominierung erfolgt nach fast einem Jahrzehnt in dieser Funktion; die endgültige Abstimmung steht auf der Hauptversammlung am 18. Juni an. Pötsch hat zugesagt, das Unternehmen auch künftig durch anhaltende Herausforderungen zu steuern, falls er wiederbestellt wird.
Pötsch trat Volkswagen 2003 bei und leitete zunächst das Rechnungswesen und Controlling, bevor er 2008 zum Finanzvorstand (CFO) aufstieg. Dieses Amt hatte er zwölf Jahre lang inne und verantwortete in dieser Zeit die Finanzen des Konzerns – auch während kritischer Phasen wie dem Diesel-Abgasskandal. 2015 übernahm er den Vorsitz des Aufsichtsrats, eine Position, die er seither ununterbrochen ausübt.
Während seiner Amtszeit hat Pötsch das Unternehmen durch tiefgreifende Veränderungen geführt, darunter den Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Erst kürzlich betonte er sein Engagement, Volkswagen widerstandsfähig gegen künftige Krisen aufzustellen. Sein Ziel, wie er es formulierte: ein Unternehmen zu schaffen, das "jedem Sturm standhält".
Der Vorschlag des Nominierungsausschusses geht nun an die Aktionäre, die auf der Hauptversammlung am 18. Juni über Pötschs Zukunft entscheiden. Ihre Abstimmung wird zeigen, ob er das Amt, das er seit über einem Jahrzehnt innehat, weiterführen darf.
Bei einer Wiederwahl würde Pötsch seine Führung des Volkswagen-Aufsichtsrats über das Jahr 2025 hinaus verlängern. Seine Erfahrung umfasst Finanzkrisen, Branchenumbrüche und Unternehmensrestrukturierungen. Das Ergebnis der Aktionärsabstimmung wird die Aufsicht des Konzerns in den kommenden Jahren prägen.






