23 May 2026, 06:04

Wegner prüft Wohnungsbau auf dem Tempelhofer Feld – trotz Bürgerentscheid von 2014

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Wegner prüft Wohnungsbau auf dem Tempelhofer Feld – trotz Bürgerentscheid von 2014

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne für Teilbebauung des Tempelhofer Felds

Der Plan sieht vor, Teile des Geländes der ehemaligen Flughafenfläche für den Wohnungsbau zu erschließen. Anlass ist eine aktuelle Umfrage, die eine deutliche Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner für eine begrenzte Bebauung an den Rändern des Areals aussprach. Mehr als die Hälfte der Befragten unterstützte die Idee, dort neue Wohnungen zu errichten.

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Das Vorhaben konzentriert sich auf die Bebauung von etwa einem Drittel des Tempelhofer Felds, während die zentralen 200 Hektar der offenen Wiesenfläche gemäß dem Tempelhof-Gesetz unter Schutz bleiben sollen. Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf für rund 21.000 Wohnungen auf dem Gelände vor. Bei einer Umsetzung könnte das Projekt mehr als 50.000 Berlinerinnen und Berlinern Wohnraum bieten.

Ein Bürgerentscheid im Jahr 2014 hatte bisher jede Bebauung auf dem ehemaligen Flughafengelände blockiert. Doch die öffentliche Meinung scheint sich gewandelt zu haben: Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Entwicklung an den Rändern“ befürworten, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern.

Das Land Berlin könnte die Federführung für das Projekt übernehmen – derzeit prüft der Finanzsenator die finanzielle Machbarkeit. Wegners Senat wägt Kosten und Nutzen ab, bevor es zu einer Entscheidung kommt.

Die Pläne würden eine deutliche Veränderung für das Tempelhofer Feld bedeuten, das seit dem Bürgerentscheid unberührt geblieben ist. Sollte sich das Vorhaben als finanziell tragfähig erweisen, könnten Tausende neue Wohnungen auf den Berliner Wohnungsmarkt kommen. Die zentrale Wiesenfläche bliebe jedoch nach geltendem Recht geschützt.

Quelle