Wie lokale Akteure gegen antidemokratische Kräfte in Brandenburg kämpfen
Clara SchneiderWie lokale Akteure gegen antidemokratische Kräfte in Brandenburg kämpfen
In einer aktuellen Live-Folge des Podcasts „Mauerecho – Ost trifft West“ ging es um die Herausforderungen, sich in lokalen Gemeinschaften gegen antidemokratische Einflüsse zur Wehr zu setzen. Frank Kliem, Vizepräsident des Brandenburgischen Feuerwehrverbandes, und Katja Dietrich, Bürgermeisterin von Weißwasser, schilderten ihre persönlichen Strategien im Umgang mit solchen Drucksituationen. Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der die rechtspopulistische AfD in den Regionen, in denen beide tätig sind und leben, an Zuspruch gewinnt.
Die von der Panter Stiftung produzierte Folge konzentrierte sich darauf, wie lokale Institutionen sich gegen Gruppen wie die AfD behaupten. Kliem und Dietrich berichteten von ihren täglichen Bemühungen, demokratische Werte in Gebieten mit starker rechtsextremer Anhängerschaft zu verteidigen. Ihr Gespräch unterstrich, wie wichtig Widerstandsfähigkeit und klare Grenzen sind, wenn man sich ideologischer Gegenwehr gegenübersieht.
Der AfD-Landesvorsitzende reagierte mit Kritik an Kliems Haltung und verglich Forderungen nach einem Ausschluss seiner Partei mit einer Szene aus George Orwells „1984“. Die Partei versucht wiederholt, Kritiker zu diskreditieren und die öffentliche Debatte auf diejenigen zu beschränken, die ihre Ansichten teilen.
Jenseits der politischen Spannungen stellte der Podcast auch Neuerungen in der Produktion vor. Sebastian Jautschus ist als neuer Sounddesigner zum Team gestoßen und bringt frische akustische Impulse in die Serie ein. Die nächste Folge, die am 14. Mai erscheinen soll, widmet sich wirtschaftlichen Themen und präsentiert Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über Arbeit und Lebensunterhalt.
„Mauerecho – Ost trifft West“ veröffentlicht in der Regel alle zwei Wochen donnerstags neue Folgen. Die Sendung lädt Hörerinnen und Hörer zum reflektierten Dialog ein und will so den sozialen Zusammenhalt in gespaltenen Gemeinschaften stärken.
Die Live-Diskussion bot praktische Einblicke, wie man antidemokratischen Druck auf lokaler Ebene standhalten kann. Kliems und Dietrichs Erfahrungen spiegeln die größeren Kämpfe in Regionen wider, in denen rechtsextremer Einfluss wächst. Derweil bleibt der Podcast eine Plattform für offene Debatten – die nächste Folge beleuchtet wirtschaftliche Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern.






