05 June 2026, 10:55

Zollreform 2023: Warum Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern jetzt teurer werden

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

Zollreform 2023: Warum Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern jetzt teurer werden

Online-Einkäufe aus Ländern außerhalb der EU werden teurer

Ab dem 1. Juli 2023 steigen die Kosten für Verbraucher, die bei Händlern außerhalb der EU bestellen. Neue Zollregeln führen zu zusätzlichen Gebühren. Weitere Änderungen sind für 2026 und 2028 geplant, die auch bei geringwertigen Sendungen höhere Abgaben vorsehen.

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Seit dem 1. Juli 2023 müssen Käufer bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern mit Zusatzkosten rechnen. Dazu zählen Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zollgebühren, die je nach Produkt anfallen. Innerhalb der EU bewegen sich die meisten Waren zollfrei, wobei Ausnahmen wie Alkohol, Tabak und Kaffee weiterhin besteuert werden.

Ab dem 1. November 2026 kommt eine neue Gebühr auf Sendungen unter 150 Euro hinzu. Die Europäische Kommission legt die genaue Höhe fest, doch bereits bestätigt ist eine pauschale Zollabgabe von 3 Euro pro Produktkategorie. Ein Handyhülle für 7 Euro könnte so nach allen Abgaben fast 20 Euro kosten.

Bis 2028 werden alle EU-Mitgliedstaaten eingehende Sendungen vollständig kontrollieren – das bedeutet, dass Zollgebühren ab dem ersten Euro fällig werden. Manche Versanddienstleister könnten zudem zusätzliche Bearbeitungsgebühren erheben, wenn der Absender die Zollabwicklung nicht selbst organisiert. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Käufer vor dem Kauf die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen der Händler prüfen.

Beim Einkauf bei Nicht-EU-Händlern besteht ein weiteres Risiko: schwächere Verbraucherrechte. Rückgaben, Erstattungen und Garantieansprüche sind bei Unternehmen im Ausland oft schwerer durchzusetzen. Die Zollverwaltung bietet einen Online-Rechner an, mit dem sich die voraussichtlichen Kosten vor der Bestellung abschätzen lassen.

Die Änderungen führen zu höheren Kosten für EU-Verbraucher, die bei Händlern außerhalb der Union einkaufen. Ab 2026 fallen eine Zollpauschale von 3 Euro pro Kategorie, Einfuhrumsatzsteuer und mögliche Servicegebühren an. Bis 2028 werden alle Sendungen – unabhängig vom Wert – mit Abgaben belegt, sobald die vollständigen Kontrollen greifen.

Quelle