25 April 2026, 14:09

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung beim Best OFF Festival in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in dynamischen, synchronisierten Posen mit detaillierter Kleidung und Gesichtsmerkmalen.

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung beim Best OFF Festival in Hannover

Choreografin Zufit Simon präsentiert mit The Fight Club eine Uraufführung beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover am 23. April. Das Stück markiert einen kühnen Stilbruch in ihrem Schaffen – mit kämpferischen Elementen und maskuliner Energie. Simon, bekannt für ihre messerscharfen Bewegungen und trockenen Humor, fordert ihr Publikum erneut mit unerwarteten Wendungen heraus.

Geboren 1980 in Israel, lebt Simon seit 25 Jahren in Deutschland und hat sich mit provokanten, grenzüberschreitenden Tanzstücken einen Namen gemacht. Ihr Durchbruch gelang 2024 mit Radical Cheerleading, einer Arbeit über körperlichen Protest, die den Hauptpreis des Festivals gewann. Doch trotz Anerkennung erlitt sie Rückschläge, als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur 2016 die konzeptionelle Förderung strich.

Die Schließung des LOT-Theaters 2024 – wo viele ihrer Stücke uraufgeführt wurden – verschärfte die Lage. Dennoch fand sie Unterstützung bei Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre jüngsten Projekte produzierte. 2025, mit nur 45 Jahren, erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk und festigte damit ihren Ruf als prägende Stimme des zeitgenössischen Tanzes.

The Fight Club bricht für Simon neues Terrain: Statt ihrer üblichen Mehrdeutigkeit setzt sie auf rohe Aggression. Das Stück erkundet maskuline Machtgebärden – ein Abschied von ihren früheren, spielerischen Subversionen. Doch ihre markante Intensität und ihr scharfer Witz bleiben erhalten und machen das Werk unverkennbar zu ihrem.

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Die Premiere fällt in eine Phase zwischen Anerkennung und anhaltenden Herausforderungen. Die Festivaleröffnung am 23. April wird zeigen, wie das Publikum auf ihre düstere, konfrontativere Richtung reagiert. Mit dem Lebenswerkpreis bereits in der Tasche entwickelt sich ihr Schaffen weiter – und überrascht dabei immer wieder.

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