17 June 2026, 16:05

Zweifel an Backhaus' Aussagen: Was geschah mit dem freigelassenen Buckelwal wirklich?

Bericht: Zweifel an den Aussagen von Minister Backhaus zum toten Buckelwal

Zweifel an Backhaus' Aussagen: Was geschah mit dem freigelassenen Buckelwal wirklich?

Interne Dokumente aus dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns werfen Zweifel an den Aussagen von Minister Till Backhaus im Zusammenhang mit einem verendeten Buckelwal auf. Der Wal war am 2. Mai freigelassen worden, und seine Bewegungen wurden später über eine Strecke von 215 Kilometern Luftlinie verfolgt.

Minister Till Backhaus behauptete, Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hätten die Ortungsdaten des Wals ausgelesen, der später in Dänemark verendete. Zudem gab er an, der Wal habe bis zum 6. oder 7. Mai gelebt. Die verfügbaren Daten bestätigten diesen Zeitrahmen nach der Freilassung jedoch nicht.

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Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, fand Hinweise darauf, dass der Wal in den ersten vier Stunden nach der Freilassung tauchte. Langfristige Tauchmuster über mehrere Tage konnte er jedoch nicht nachweisen – ein Widerspruch zu Backhaus’ Angaben. Baschek äußerte zudem Skepsis gegenüber den Aussagen des Ministers zum Verhalten des Wals.

Eine private Rettungsinitiative, nicht die LUNG-Experten, hatte dem Ministerium einen Link mit den Bewegungsdaten des Wals übermittelt. Fachleute gehen davon aus, dass die Daten nur einen Bruchteil dessen abbilden, was das Ortungsgerät Splash10-F aufzeichnen kann. Auf eine kurzfristige Anfrage zu dem Sachverhalt reagierte das Ministerium bisher nicht.

Die Ortungsdaten zeigen, dass der Wal nach seiner Freilassung 215 Kilometer zurücklegte. Offen bleibt, wie zuverlässig die Angaben des Ministers sind und wie vollständig die erfassten Informationen sind. Die ausbleibende Stellungnahme des Ministeriums lässt die Unklarheiten weiterhin bestehen.

Quelle