300.000 Euro für ein neues Logo: Hessens teures Rebranding in der Kritik
Clara Schneider300.000 Euro für ein neues Logo: Hessens teures Rebranding in der Kritik
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft das kürzlich vom Land in Auftrag gegebene Rebranding-Projekt im Wert von 300.000 Euro. Der Landesvorsitzende Joachim Papendick stellt infrage, ob diese Ausgaben in einer Phase finanzieller Belastung und steigender Verschuldung gerechtfertigt sind.
Die neue Corporate Identity, die im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt vorgestellt wurde, ersetzt ein 22 Jahre altes visuelles Erscheinungsbild. Kritiker monieren, das Geld hätte sinnvoller in dringende öffentliche Leistungen fließen sollen.
Papendick betonte, Steuergelder müssten vorrangig in Bereiche mit direktem Nutzen für die Bürger investiert werden – etwa in Schulen, Straßen oder Sicherheit. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes sei das Rebranding eine fragwürdige Priorität.
Der Verband wird nun prüfen, ob die Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen. Sollten sie überzogen erscheinen, könnte das Projekt in der jährlichen Publikation "Die Schwarze Liste: Öffentliche Geldverschwendung" auftauchen, in der Fälle mutmaßlicher Verschwendung von Steuergeldern dokumentiert werden.
Zwar erkennt die Organisation die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbilds an, besteht jedoch darauf, dass künftige Ausgaben die dringenden Bedürfnisse der Bürger stärker berücksichtigen müssen. Konkrete Details zu den Designänderungen sind bisher nicht bekannt – im Mittelpunkt der Diskussionen stehen vor allem die Kosten und ihre Begründung mit einer verbesserten digitalen Kommunikation.
Die Untersuchung soll klären, ob die Ausgaben für das Rebranding vertretbar sind. Falls nicht, droht dem Projekt öffentliche Kritik im Jahresbericht des Verbands. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie die Landesregierung künftig mit Ausgaben für Designvorhaben umgeht.






