28 March 2026, 16:05

500-Milliarden-Fonds vernachlässigt Schulen – trotz dringendem Sanierungsstau

Ein Schulgebäude mit einem Schild, das "Steuern bauen Schulgebäude" trägt, hinter einem Zaun, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras, Steinen und einer Wand unter einem bewölkten Himmel.

500-Milliarden-Fonds vernachlässigt Schulen – trotz dringendem Sanierungsstau

Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro: Schulen bleiben auf der Strecke

Der 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds der Bundesregierung steht in der Kritik, weil er die Schulen vernachlässigt. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) übt scharfe Kritik an der Mittelverteilung und moniert, dass zu wenig in die Bildung fließe. Angesichts eines Sanierungsstaus von 67,8 Milliarden Euro bei Schulgebäuden fordert der Verband nun dringend Kurskorrekturen.

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Der Sonderfonds sollte gemäß Artikel 143h des Grundgesetzes zusätzliche Investitionen ankurbeln. Doch bis Ende 2025 war kein einziger Euro in neue Schulprojekte geflossen. Die 24 Milliarden Euro, die der Bund in jenem Jahr ausgab, flossen stattdessen in Schienen, Brücken, Krankenhäuser und Breitbandausbau. Erst im Dezember wurden Mittel für Länder und Kommunen – und damit auch für Schulen – freigegeben, doch für eine sinnvolle Verwendung blieb keine Zeit.

Der DPhV hatte zuvor 60 Milliarden Euro aus dem Fonds für die Sanierung und Modernisierung von Schulen gefordert. Bestehende Programme wie der DigitalPakt 2.0 decken jedoch nur einen Teil des Bedarfs ab und kämpfen mit strukturellen Problemen. Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des ifo Instituts zeigen, dass ein Großteil der 2025 aufgenommenen Kredite lediglich reguläre Ausgaben ersetzte – statt neue Projekte zu finanzieren.

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, die Bundesvorsitzende des DPhV, warnt, dass die jüngere Generation die Schuldenlast tragen werde, ohne bessere Schulen vorzufinden. Der Verband ruft die Bundesländer nun auf, sich zu einigen und die Bildung im Rahmen des Sondervermögens Priorität einzuräumen.

Bisher hat der 500-Milliarden-Fonds den 67,8-Milliarden-Euro-Sanierungsstau an Schulen nicht angepackt. Da unklar ist, wie die Länder die verspätet freigegebenen Mittel einsetzen werden, pocht der DPhV auf eine abgestimmte Strategie, um mehr Ressourcen in die Bildung zu lenken. Andernfalls droht die Kluft zwischen Schulden und sichtbaren Verbesserungen weiter zu wachsen.

Quelle