07 April 2026, 08:05

Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West nach 35 Jahren ab

Plakat mit zwei Personen vor einer Berg- und Baumkulisse mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West nach 35 Jahren ab

Historischer Tarifabschluss: Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West ab

Die deutsche Bauwirtschaft hat einen bahnbrechenden Tarifvertrag ausgehandelt, der jahrzehntelange Lohnunterschiede zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern beendet. Die neue Vereinbarung gilt für rund 920.000 Beschäftigte im gesamten Land, darunter über 600.000 in Westdeutschland. Sie löst den bisherigen Vertrag ab, der ursprünglich bis zum 31. März 2027 gelten sollte.

Demnach steigen die Löhne in Ostdeutschland um 5,3 Prozent, während die Beschäftigten in Westdeutschland eine Erhöhung von 3,9 Prozent erhalten. Damit wird erstmals das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" durchgesetzt – 35 Jahre nach der Wiedervereinigung. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Einigung als "historischen Meilenstein". Sie markiert das Ende der seit der deutschen Teilung bestehenden Lohnkluft.

Jahrzehntelang verdienten Bauarbeiter in Ostdeutschland für dieselbe Tätigkeit weniger als ihre Kollegen im Westen. Der aktuelle Tarifabschluss beseitigt diese Differenz und angleicht die Entgelte bundesweit. Die höhere prozentuale Steigerung für ostdeutsche Beschäftigte spiegelt die Bemühungen wider, historische Ungerechtigkeiten auszugleichen. Die neuen Regelungen gelten bis zum Auslaufen des aktuellen Vertrags im Frühjahr 2027.

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Mit dem Abschluss wird die Ära der Lohnungleichheit nach der Wiedervereinigung endgültig beendet – ein entscheidender Schritt hin zu fairen Arbeitsbedingungen in ganz Deutschland.

Quelle