22 April 2026, 22:06

Baumarkt-Kette Hammer schließt nach Pleite alle Filialen bis Mai 2026

Ein Geschäftsinnenraum mit gestapelten Kartons, Bodenaufklebern, Kleiderstangen, Informationsschildern, Deckenleuchten und einem geschlossenen Schild aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

Baumarkt-Kette Hammer schließt nach Pleite alle Filialen bis Mai 2026

Baumarkt-Kette Hammer stellt nach monatelangen Finanzproblemen den Betrieb ein

Nach monatelangen finanziellen Schwierigkeiten wird die deutsche Baumarkt-Kette Hammer geschlossen. Da kein Rettungsdeal zustande kam, müssen die verbleibenden Filialen bis Mai 2026 ihre Türen schließen. Bereits jetzt laufen Abverkäufe, während das Unternehmen seine Aktivitäten schrittweise einstellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Krise bei Hammer zieht sich seit Monaten hin – ohne dass sich ein Investor fand, der den angeschlagenen Händler vor dem Aus bewahren konnte. Bis Ende März waren bereits 46 Standorte geschlossen worden, sodass nur noch 41 Filialen in Betrieb waren. Seit Anfang April finden in diesen verbleibenden Märkten Räumungsverkäufe statt, um die Lagerbestände zu veräußern.

Zwei potenzielle Käufer zogen sich kürzlich aus den Verhandlungen zurück und nahmen ihre unverbindlichen Angebote vom Tisch. Zwar hat eine neue Partei ein indikatives Gebot für die restlichen Filialen abgegeben, doch bleibt ungewiss, ob ein verbindlicher Deal noch rechtzeitig zustande kommt. Ohne eine feste Vereinbarung bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss.

Alle Arbeitsverträge laufen im April 2026 aus, wobei die Mitarbeiter eine Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten erhalten. Auch die Mietverträge für die Filialen enden zum Monatsende, nachdem die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten wurde. Weitere 20 Standorte werden noch bis Ende April schließen, die letzten 21 Filialen führen die Abverkäufe bis Ende Mai fort.

Der Insolvenzverwalter Stefan Meyer würdigte den Einsatz der Hammer-Mitarbeiter in dieser schwierigen Phase. Trotz ihres Engagements konnte das Unternehmen den Zusammenbruch jedoch nicht abwenden.

Mit der Schließung der letzten Filialen bis Mai 2026 endet die Ära der Baumarkt-Kette. Da kein Rettungsplan in Sicht ist, werden alle verbleibenden Standorte nach Abschluss der Liquidationsverkäufe ihren Betrieb einstellen. Damit findet eine monatelange Phase der Unsicherheit für Mitarbeiter und Kunden ein trauriges Ende.

Quelle