12 April 2026, 22:05

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und politischer Verantwortungslosigkeit

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Brandenburg auf schwarzem Hintergrund.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und politischer Verantwortungslosigkeit

Brandenburgs Bildungssystem steht wegen Personalmangel und politischer Entscheidungen zunehmend in der Kritik. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht für die verschärfte Lage vor allem den Rekordlehrkräftemangel verantwortlich. Die Opposition hingegen wirft sowohl CDU- als auch SPD-Regierungen jahrzehntelanges Fehlmanagement vor.

Hoffmann übernahm das Bildungsressort nach über 30 Jahren SPD-Führung. Er begründete die Verschärfung der Situation damit, dass Stellenstreichungen im vergangenen Schuljahr die Einstellung von Quereinsteigern blockiert hätten. Zudem wurden im Haushalt 2025 weitere 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen – eine zusätzliche Belastung für das System.

Seit dem zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Hoffmann argumentiert, dass der Personalmangel bestehende Probleme in den Schulen weiter verschärft habe.

Friederike Benda, Landesvorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), wies Hoffmanns Darstellungen als "lächerlich" zurück. Stattdessen machte sie die aktuelle Krise an jahrzehntelangen Fehlentscheidungen sowohl der CDU- als auch der SPD-Regierungen fest. Benda kritisierte zudem, dass ihre eigene Partei in der Vergangenheit SPD-Bildungspolitik unterstützt habe – ein Fehler, wie sie einräumte.

Besonders nannte sie die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach, die ihrer Ansicht nach für die Stellenkürzungen und die erhöhte Arbeitsbelastung verantwortlich seien. Das BSW, einst ein Bündnispartner der SPD in Brandenburg, hat sich mittlerweile wegen dieser Themen von seinem früheren Koalitionspartner distanziert.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der brandenburgischen Bildungspolitik. Angesichts von Haushaltskürzungen, steigenden Unterrichtsverpflichtungen und einer langjährigen Personalnot stehen die Schulen vor anhaltenden Herausforderungen. Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, wer die Verantwortung trägt – und wie die sich verschlechternden Bedingungen für Lehrkräfte und Schüler verbessert werden können.

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