Braunschweig will Großer Hof zum lebendigen Kreativquartier umbauen
Braunschweig plant Umwandlung des Großer Hof in ein städtisches Sanierungsgebiet
Die Stadt Braunschweig hat Pläne vorgestellt, das Gebiet Großer Hof in eine urbanen Entwicklungszone umzugestalten. Das Projekt soll langjährige Probleme angehen – darunter leerstehende Schulgebäude und ein Überangebot an Parkplätzen. Stadtvertreter beschreiben den Standort als unter akutem Veränderungsdruck stehend, da er am Rande der Innenstadt liegt.
Die Neugestaltung folgt auf die Schließung zweier Schulen in der Gegend, die ungenutzte Flächen und veraltete Infrastruktur hinterließen. Planer verweisen auf architektonische Mängel, die nun die Chance bieten, den Stadtteil neu zu prägen. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, sich um Fördermittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu bewerben und stellt dafür 7,9 Millionen Euro aus dem eigenen Haushalt bereit.
Das rund 60 Millionen Euro schwere Vorhaben umfasst Wohngebäude, ein autoreduziertes Kreativquartier sowie neue Räumlichkeiten für die Städtische Galerie und Ateliers für Künstler. Teile des Entwurfs basieren auf einem prämierten Wettbewerbbeitrag eines Hamburger Architekturbüros. Zudem sollen soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familiengemeinschaftszentrum integriert werden. Grünflächen werden nachhaltig aufgewertet, um die Lebensqualität im Viertel zu steigern.
Die Finanzierung setzt sich aus städtischen, Landes- und Bundesmitteln für Stadtentwicklung zusammen. Bei Genehmigung könnte die Umgestaltung zu einem der größten Sanierungsprojekte der jüngeren Braunschweiger Geschichte werden.
Das Großer-Hof-Projekt zielt darauf ab, ein vernachlässigtes Stadtviertel mit Wohnraum, Kulturflächen und verbesserten öffentlichen Bereichen zu beleben. Eine Bewilligung der Förderanträge würde 60 Millionen Euro für Bau und Modernisierung freisetzen. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Maßnahmen die Autonutzung verringern und gleichzeitig ein lebendigeres Gemeinschaftszentrum entstehen lässt.






