07 May 2026, 06:04

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in schwieriger Phase

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in schwieriger Phase

Jungheinrich kündigt Führungswechsel an: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen vorzeitig

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich steht vor einem unerwarteten Führungswechsel: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen früher als geplant. Die Entscheidung erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, während das Unternehmen mit finanziellen Herausforderungen kämpft. Bis auf Weiteres übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska ihre Aufgaben kommissarisch.

Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis Mai 2027 laufen. Ihr Abschied fällt in eine Phase schwacher Geschäftszahlen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Ein Streik im Werk Lüneburg und der verschärfte Wettbewerb belasteten die Bilanz zusätzlich.

Auch der Börsenwert des Unternehmens ist seit Ende 2025 um fast 30 Prozent gesunken und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro. Dennoch bleibt Jungheinrich mehrheitlich in Familienhand: Die beiden Töchter des Firmengründers halten jeweils 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien – zusammen 53 Prozent des Grundkapitals. Weitere 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien sind im MDAX notiert, größtenteils im Streubesitz.

Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, wird CEO Lars Brzoska die Finanzabteilung zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben leiten. Der Aufsichtsrat hat noch keinen Zeitplan für die Berufung eines neuen Finanzvorstands bekannt gegeben.

Der Führungswechsel bei Jungheinrich erfolgt in einer schwierigen Phase: Angesichts des deutlichen EBIT-Rückgangs und des gesunkenen Börsenwerts steht die interimistische Finanzführung vor drängenden Aufgaben. Zwar sichert der Familienanteil Kontinuität bei der Eigentümerstruktur, doch die operativen Herausforderungen bleiben bestehen.

Quelle