15 April 2026, 00:12

Bremen kämpft gegen explodierende Spritpreise mit Forderungen an Ölkonzerne und Bundesregierung

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung in Zypern von 2010 bis 2022 zeigt, mit blauer und grüner Linie, die verschiedene erneuerbare Energiequellen und ihre jährlichen Erzeugungsmengen darstellen.

Bremen kämpft gegen explodierende Spritpreise mit Forderungen an Ölkonzerne und Bundesregierung

Bremen drängt auf schärfere Kontrollen für Ölkonzerne, um die explodierenden Spritpreise einzudämmen. Gemeinsam mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordert das Stadtstaat die Bundesregierung auf, Übergewinne der Mineralölunternehmen abzuschöpfen. Die Mittel sollen dann zur Finanzierung von Entlastungsmaßnahmen und langfristigen Strukturreformen im Energiesektor eingesetzt werden.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte wirft den Ölkonzernen vor, die Nahost-Krise auszunutzen, um auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Gewinne in die Höhe zu treiben. Zudem betonte er, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland stärker gestiegen seien als in den Nachbarländern. Der Bremer Senat verlangt nun mehr Transparenz bei der Preisgestaltung, verschärfte Kartellregeln und eine engmaschigere Überwachung der Marktentwicklungen.

Die Vorschläge Bremens gehen über reine Preiskontrollen hinaus: Der Senat fordert eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestniveau. Zudem soll die Bundesregierung den kürzlich von der Europäischen Kommission genehmigten Industrie-Strompreis zügig umsetzen.

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Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, unterstrich, dass erneuerbare Energien sowohl für bezahlbares Wohnen als auch für die Energieunabhängigkeit unverzichtbar seien. Die langfristige Strategie der Stadt setzt auf den Ausbau der Erneuerbaren, eine beschleunigte Elektrifizierung und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Heute wird der Bundesrat über die Bremer Pläne beraten. Die Stadt hofft zudem auf Diskussionen über eine Senkung der Kraftstoffsteuern, um Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten. Sollten die Maßnahmen beschlossen werden, könnten die Übergewinne der Ölkonzerne in Verbraucherentlastungen und Energiereformen fließen. Das Ergebnis der heutigen Bundesratsdebatte wird zeigen, ob Bremens Vorschläge auf breitere Unterstützung stoßen. Die Stadt bleibt überzeugt: Nur erneuerbare Energien und eine strengere Marktaufsicht bieten nachhaltige Lösungen für die Energiekrise.

Quelle