Brückenschäden bei Bad Schandau: Dringende Sanierung nach Dresdner Einsturz
Lina KrügerBad Schandau: Standort für neue Brücken wird untersucht - Brückenschäden bei Bad Schandau: Dringende Sanierung nach Dresdner Einsturz
Nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden haben strukturelle Überprüfungen an zwei Brücken entlang der B172 bei Bad Schandau Schäden aufgedeckt. Die Behörden ergreifen nun dringend Maßnahmen, um die Probleme zu bewerten und zu beheben, bevor weitere Schäden entstehen.
Die Befunde haben eine Reihe von Geländevermessungen und geotechnischen Untersuchungen ausgelöst, die den Neubau von Brücken über die Elbe und benachbarte Gleisanlagen vorbereiten sollen.
Erste Bodenuntersuchungen begannen bereits im vergangenen Jahr, doch nun laufen detailliertere Arbeiten an. Insgesamt werden 18 Bohrungen niedergebracht, um die Bodenschichten zu analysieren und die Tragfähigkeit des Untergrunds zu ermitteln. Diese Daten fließen in die Entwurfsplanung, statische Berechnungen und spätere Bauarbeiten ein.
Die Tiefenbohrungen auf der B172, beginnend in Königstein, starten am 20. April. Dafür ist eine kurzfristige Vollsperrung der Straße erforderlich. Die letzte Bohrung, geplant für den 18. Mai, wird auf der gegenüberliegenden Elbseite durchgeführt und führt zu einer einstreifigen Verkehrsführung auf der B172.
Die Elbbrücke war bereits Ende 2024 gesperrt worden, bevor sie mit einer Gewichtsbegrenzung von 30 Tonnen wieder freigegeben wurde. Gleichzeitig muss die benachbarte Eisenbahnbrücke abgerissen werden; der Ersatzneubau ist in Planung. Um die Arbeiten zu ermöglichen, kommt es ab Montag zu geringfügigen Zugausfällen, damit ein Bagger die notwendigen Baustellen erreichen kann.
Weitere geotechnische Untersuchungen folgen, um die Stabilität und Sicherheit der geplanten neuen Bauwerke zu gewährleisten.
Die laufenden Vermessungen und Bohrungen dienen der Gewinnung entscheidender Daten für den Wiederaufbau der Brücken in Bad Schandau. Mit dem Fortschreiten der Arbeiten sind vorübergehende Straßensperrungen und Zugverspätungen zu erwarten, wobei die nächste große Phase für Mitte Mai ansteht. Die Ergebnisse werden die Planung und den Bau sicherer und langlebigerer Ersatzbauten für die Elb- und Eisenbahnbrücken leiten.