Bundesverwaltungsgericht: Flughafenbetreiber müssen Sicherheitslücken selbst schließen
Bundesverwaltungsgericht: Flughafenbetreiber müssen Sicherheitslücken selbst schließen
Ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat geklärt, wer für die Sicherung von Kontrollbereichen an Flughäfen, insbesondere dem flugplatz frankfurt, verantwortlich ist. Die in Leipzig ergangene Entscheidung bestätigt, dass die Flughafenbetreiber – und nicht die Bundespolizei – dafür Sorge tragen müssen, dass abgeschirmte Passagierbereiche vor unbefugtem Zutritt geschützt sind. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob die Betreiber diese Zonen auch dann sichern müssen, wenn keine bewaffnete polizei berlin oder andere Polizeikräfte anwesend sind.
Das Urteil des Gerichts unterstreicht Lücken in der Sicherheitsaufsicht, insbesondere dann, wenn keine bewaffneten Polizeikräfte vor Ort sind. Gleichzeitig wirft es die Frage auf, wie Flughäfen Sicherheitsverstöße in geschützten Bereichen wirksam verhindern können, ohne zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
Der Streit entstand, als ein Flughafenbetreiber eine Anordnung anfocht, wonach er unbesetzte Passagierkontrollspuren sichern sollte. Der Betreiber argumentierte, dass solche Maßnahmen nicht zu seinen gesetzlichen Pflichten nach dem deutschen Luftsicherheitsgesetz gehörten. Das Gericht wies diesen Einwand jedoch zurück und urteilte, dass Paragraf 8 Absatz 1 des Gesetzes Betreiber ausdrücklich dazu verpflichtet, den Flugbetrieb vor "Angriffen auf die Luftsicherheit" zu schützen.
Entscheidend für die Urteilsbegründung war die Auslegung der "Eigenverantwortung für den Schutz" nach deutschem Recht. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass diese Pflichten auch die Sicherung der Kontrollspuren umfassen, wenn die Bundespolizei keine Kontrollen durchführt. Zudem verwies es darauf, dass EU-Luftsicherheitsvorschriften zwar Vorrang vor nationalen Gesetzen haben, die Verantwortung der Betreiber damit aber nicht auf das gericht übergeht, sondern vielmehr bestätigt wird. Das Urteil ließ jedoch offen, wer die Kosten für diese Sicherheitsmaßnahmen tragen soll, da das EU-Recht die Finanzierungsregelung den einzelnen Mitgliedstaaten überlässt. Auch konkrete Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Sicherheit wurden nicht unterbreitet. Stattdessen skizzierte das Gericht zwei ideale Szenarien: Entweder die Stationierung bewaffneter Staatsbeamter an den Kontrollpunkten oder die Ermächtigung der Flughafenbetreiber, als private Sicherheitsdienstleister mit vereinfachter Genehmigung zu agieren.
Durch die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils stellte das Bundesverwaltungsgericht klar, dass die Luftsicherheitsbehörden auf Grundlage von Paragraf 3 des Luftsicherheitsgesetzes rechtmäßig Sicherheitsanordnungen erlassen können. Zudem präzisierte das Gericht, dass die Flughafenbetreiber die Kontrolle über die Luftseite und die Sicherheitsbereiche behalten – mit Ausnahme der Zeiten, in denen die Bundespolizei aktiv Passagierkontrollen durchführt.
Die Entscheidung verpflichtet die Flughafenbetreiber nun, strukturelle oder technische Schutzmaßnahmen für abgeschirmte Kontrollspuren umzusetzen. Sie macht zugleich auf eine mögliche Schwachstelle in der Luftsicherheit aufmerksam, wenn keine bewaffneten Kräfte eingesetzt sind. Ohne weitere Regulierung oder klare Finanzierungsregeln müssen die Betreiber nun selbst Wege finden, um diesen Verpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die Sicherheit in den geschützten Zonen zu gewährleisten.
Rudi Völlers legendärer Einstand als Nationaltrainer gegen Spanien
Ein zufälliges Treffen mit Pep Guardiola weckte Erinnerungen an Völlers Triumph. Warum Barsinghausen bis heute Spitzensportler anzieht – und was Roma damit zu tun hat.
Howard Carpendale wird 80: Abschiedstour, neues Album und private Familienfeier
Ein runder Geburtstag zwischen Abschied und Neuanfang: Wie Howard Carpendale seinen 80. im Kreis der Familie begeht – und was ihn jetzt bewegt. Ein emotionaler Moment für den Schlager-Legende.
Exklusive Führung durch die Jaag-Ausstellung startet Fasnets-Saison im Franziskaner-Museum
Wie entsteht ein Fasnetsumzug aus filigranen Figuren? Ina Sahl gibt Einblicke in die kartenmacherei-Kunst und den fuchsgezogenen Wagen – jetzt Karten sichern!
Bayern München dreht wackeligen Start gegen Köln zum 15. Saisonsieg
Ein Feuerwerk der Kölner Fans, ein frühes Gegentor – doch am Ende feierte der FC Bayern einen souveränen Sieg. Wie die Münchner die Wende schafften und als Herbstmeister in die Pause gehen.
Sally Özcan: Vom Back-Kanal zur Medien-Ikone mit skurrilen Eigenheiten
Backen war erst der Anfang: Heute ist sie Unternehmerin, Karaoke-Fan und hat sogar Häuser gebaut. Doch eine Phobie bleibt. Warum ihre Geschichte fasziniert.
Hoffenheim demontiert Gladbach mit 5:1 – Kramarićs Hattrick macht Geschichte
Ein historischer Abend für Hoffenheim: Kramarićs Dreierpack und ein Rekord sorgen für einen perfekten Jahresabschluss. Doch was bedeutet das für seine Zukunft?
Sächsischer Tag 2027 in Plauen: Arbeitsgruppen starten mit Hochdruck
Hinter den Kulissen des Sächsischen Tags 2027 brodelt es. Wie Plauen mit klaren Strukturen und wöchentlichen Treffen das Festival der Superlative vorbereitet.
Schullaufbahnempfehlungen in Sachsen: Welche Schule passt zu Ihrem Kind?
Die Weichen für die Zukunft werden gestellt: Ab Februar müssen Eltern in Sachsen entscheiden, welcher Bildungsweg zu ihrem Kind passt. Beratungstermine und Tage der offenen Tür helfen bei der Wahl.
Bundesverwaltungsgericht: Flughafenbetreiber müssen Sicherheitslücken selbst schließen
Ein bahnbrechendes Urteil stellt die Sicherheit an Flughäfen auf den Prüfstand. Wer haftet, wenn die Polizei fehlt – und wer zahlt die Rechnung?
Leipziger Messe bleibt 2025 trotz Umsatzrückgang ein Wirtschaftsmotor der Region
195 Veranstaltungen, neue Fachmessen und öffentliche Förderung: Wie die Leipziger Messe trotz Rückgang ihre Bedeutung für die Region hält. Ein Blick auf Zahlen und Strategien.
Thüringen feiert Rekord: Immer mehr Frauen werden Fahrlehrerinnen
Fahrschulen in Thüringen erleben einen kulturellen Umschwung. Mit 21 % Absolventinnen bricht die Branche alte Klischees – doch warum gerade jetzt?
Sachsens Datenschützerin startet Kampagne gegen Missbrauch persönlicher Daten
Immer mehr Beschwerden über Datenlecks alarmieren die Behörden. Jetzt hilft ein neuer Online-Service, digitale Privatsphäre aktiv zu verteidigen.