13 March 2026, 02:05

Bundesweiter Apothekenprotest am 23. März: Warum die Branche streikt

Eine alte Werbung für eine Apotheke in Rom, die einen Mann und eine Frau nebeneinander zeigt, mit Text, der die Apotheke und ihre Dienstleistungen beschreibt.

Bundesweiter Apothekenprotest am 23. März: Warum die Branche streikt

Apothekenbesitzer und Apothekerverbände planen bundesweiten Protest am 23. März

Apothekeninhaber und Apothekerverbände in ganz Deutschland bereiten für den 23. März einen bundesweiten Protest vor. Die Aktion richtet sich an die Politik und sieht Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München vor. Die Organisatoren fordern höhere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen – sie argumentieren, dass die aktuelle Politik die Existenzfähigkeit der Apotheken bedrohe.

Hinter dem Protest stehen Apothekenbesitzer und Berufsverbände, nicht jedoch Gewerkschaften. Ihre zentrale Forderung ist eine deutliche Erhöhung der Vergütung durch den Bund, um die gestiegenen Kosten zu decken und die Koalitionszusagen umzusetzen. Zudem lehnen sie geplante Gesetze ab, die vorübergehende Apothekenbetriebe ohne anwesenden Apotheker ermöglichen sollen – mit Verweis auf Risiken für die Patientensicherheit und die Versorgungssicherheit.

Ob eine Apotheke am 23. März schließt, entscheidet jede Geschäftsführung selbst. Mitarbeiter müssen für diesen Tag dennoch ihr Gehalt erhalten, selbst wenn der Betrieb ruht. Vorgesetzte dürfen Beschäftigte weder zum Mitmachen bei den Demonstrationen zwingen noch nachträglich ausgefallene Stunden nachholen lassen – allerdings können sie Aufgaben vergeben, die auch bei geschlossener Apotheke erledigt werden können.

Für Patienten bleibt die Versorgung während des Protests über die Notdienstapotheken sichergestellt. Die Organisatoren betonen, dass sich die Aktion gegen die Politik richte, nicht gegen die Bevölkerung.

Der Protest spiegelt die Spannungen um Finanzierung und Personalregelungen im deutschen Apothekensektor wider. Die Teams fordern von den Politikern, die versprochenen Vergütungsanpassungen umzusetzen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Ergebnis könnte die künftigen Verhandlungen zwischen Branche und Regierung prägen.

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