13 June 2026, 14:04

David Hockney – der farbenfrohe Rebell der Kunst ist tot

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David Hockney – der farbenfrohe Rebell der Kunst ist tot

David Hockney, Pionier der Kunst und Meister leuchtender, sinnlicher Bilder, ist in London im Alter von 88 Jahren gestorben. Geboren in Yorkshire in bescheidenen Verhältnissen, blieb er zeitlebens bodenständig und doch von unerschöpflicher Neugier getrieben.

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Hockney begann seine Karriere gewissermaßen als sein eigener Pressesprecher und avancierte später zum Inbegriff künstlerischer Unbekümmertheit. Mit 23 Jahren schmückte er seinen Raum am Royal College of Art mit Abbildungen halb bekleideter Männer aus amerikanischen Bodybuilding-Magazinen. Sein berühmtestes Werk, „A Bigger Splash“ – in Acryl gemalt –, zeigt ein idealisiertes Bungalow mit Swimmingpool und wurde zu einer Ikone der westlichen Kultur.

Sein Stil entwickelte sich weiter zur Fragmentierung und Segmentierung, wie in „A Closer Grand Canyon“ zu sehen. Ständig experimentierfreudig, nutzte er digitale Werkzeuge wie iPhones und iPads für komplexe Kompositionen. Daneben erkundete er handgeschöpftes Papier, Polaroid-Fotografie und andere innovative Techniken.

Trotz seines spielerischen Ansatzes karikierte und faszinierte seine Kunst zugleich das Establishment. Zynismus gegenüber der Konsumkultur lehnte er ab und setzte stattdessen auf seine malerische Brillanz, um die Welt auf seine eigene Weise zu deuten. Mit 33 Jahren erhielt er seine erste Retrospektive – ein Meilenstein, der seinen Platz in der Kunstgeschichte besiegelte.

Berühmt war Hockney auch für seinen exzentrischen persönlichen Stil: platinblondes Haar, übergroße runde Brillen und unpassende Socken. Er glaubte, in den Initialen Walt Whitmans numerische Chiffren entdeckt zu haben – ein Beleg für seine lebenslange intellektuelle Wissbegierde.

Hockneys Einfluss reichte weit über seine Leinwände hinaus. Sein Schaffen prägte die kulturelle Landschaft, vereinte Verspieltheit mit technischer Meisterschaft. Er hinterlässt ein Erbe der Innovation und ein Werk, das weltweit weiterhin begeistert.

Quelle