Hohe Nachfrage nach Energierat - Energieberatung in MV boomt: Über 25.000 Anfragen im Jahr 2025
Nachfrage nach Energieberatung in Mecklenburg-Vorpommern seit 2021 stark gestiegen
Allein im vergangenen Jahr führte die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern 3.565 Beratungsgespräche durch – mehr als doppelt so viele wie in den Vorjahren. Steigende Kosten, rechtliche Fragen und staatlich geförderte Initiativen bewegen Haushalte dazu, sich zu Themen wie Heizen, Verträgen und Effizienzmaßnahmen informieren zu lassen.
Der deutliche Anstieg spiegelt einen landesweiten Trend wider. Während die Zahl der Energieberatungen 2020 noch bei etwa 5.000 lag, kletterte sie bis 2025 auf über 25.000. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem die Bundeskampagne "Energie sparen für Deutschland", die durch Russlands Ukraine-Invasion 2022 ausgelöste Energiekrise sowie ausgeweitete Förderprogramme wie die KfW-Mittel.
Rechtliche Streitigkeiten im Fokus Im vergangenen Jahr drehten sich 505 Beratungen um Konflikte bei Strom- und Gasverträgen – im Schnitt 14 pro Werktag. Besonders einkommensschwache Haushalte suchen vermehrt Hilfe bei der Verbraucherzentrale, etwa zu Heizkostenabrechnungen, erneuerbaren Energien oder modernen Heizsystemen.
Ausbau der Beratungsangebote Um die Nachfrage zu bewältigen, unterhält die Verbraucherzentrale mittlerweile sechs feste Standorte und 23 Energieberatungsstellen im gesamten Landesgebiet. Die Landesregierung stellte für 2025 Fördermittel in Höhe von 927.000 Euro bereit, um die Angebote zugänglich zu halten. Wie Wiebke Cornelius, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betont, steigt auch die Nachfrage nach wohnungsbezogenen Beratungen parallel zu den Energiethemen stark an.
Dank des ausgebauten Netzes und der Landesförderung kann die Verbraucherzentrale die wachsende Nachfrage bedienen. Da die Anfragen zu Verträgen, Heizung und erneuerbaren Energien weiterhin hoch bleiben, bleibt der Service eine zentrale Anlaufstelle für Haushalte. Die Zahlen des vergangenen Jahres bestätigen: Energieberatung ist für die Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar.