EU lockert Gentechnik-Kennzeichnung – Deutschland bleibt skeptisch und enthält sich

Minister hält GMO-Entscheidung der EU für falsch - EU lockert Gentechnik-Kennzeichnung – Deutschland bleibt skeptisch und enthält sich
Die EU lockert die Kennzeichnungsvorschriften für gentechnisch veränderte (GV) Lebensmittel, nachdem in Brüssel eine knappe Abstimmung stattfand. Ein im Dezember 2025 erzielter Kompromiss ermöglicht es, Produkte mit geringfügigen genetischen Veränderungen ohne besondere Genehmigung oder klare Kennzeichnung in Deutschland zu verkaufen. Die Änderungen stoßen jedoch auf scharfe Kritik einiger Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, das sich bei der Entscheidung der Stimme enthielt. Miriam Staudte, Landwirtschaftsministerin von Niedersachsen, hat sich vehement gegen die neuen Regeln ausgesprochen. Sie argumentiert, diese untergraben die Verbraucherwahl und gefährden sowohl die biologische Vielfalt als auch die Existenzgrundlage der Landwirte. Nach den überarbeiteten Vorschriften müssen nur noch Lebensmittel mit erheblichen genetischen Veränderungen in Deutschland gekennzeichnet werden. Befürworter behaupten, die Neuregelung werde die Züchtung von Nutzpflanzen in Deutschland beschleunigen und die Abhängigkeit von chemischen Pestiziden verringern. Staudte weist diese Argumente jedoch als fehlerhaft zurück. Sie warnt, dass der Verzicht auf die Kennzeichnung den Verbrauchern die Möglichkeit nehme, GV-Produkte bewusst in Deutschland zu meiden. Viele Käufer, so Staudte, suchten gezielt nach nicht-gentechnisch veränderten Alternativen. Zudem bestehe die Gefahr von Kreuzkontaminationen, insbesondere wenn GV-Pflanzen im Freiland in Deutschland angebaut werden. Über die Verbraucherrechte hinaus verweist Staudte auf weitere Risiken. Sie befürchtet, dass die Änderungen die Sortenvielfalt in Deutschland bedrohen und Landwirte finanziell verwundbar machen könnten. Das in der EU seit langem geltende Vorsorgeprinzip, das in der Lebensmittelregulierung Sicherheit priorisiert, drohe nun in den Hintergrund zu rücken. Die Abstimmung selbst war umstritten. Zwar unterstützte eine knappe Mehrheit der EU-Staaten die Deregulierung, doch Deutschland lehnte eine Zustimmung ab. Die Entscheidung spiegelt tiefe Gräben wider, wenn es darum geht, Innovation mit Sicherheit und Transparenz in der Lebensmittelproduktion in Einklang zu bringen. Die neuen Regeln treten nach der endgültigen Genehmigung in Kraft und ermöglichen es vielen GV-Lebensmitteln, ohne Kennzeichnung auf den Markt zu kommen. Verbraucher, die sich bisher auf klare Deklarationen verließen, um solche Produkte in Deutschland zu meiden, sehen sich nun größerer Unsicherheit gegenüber. Landwirte und Umweltschutzorganisationen beobachten weiterhin die möglichen Folgen für die Sortenvielfalt und die landwirtschaftlichen Praktiken in Deutschland.

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