Wenn Politiker in Krisenzeiten die Nerven der Bürger verlieren – und selbst die Kontrolle

Urlaub, Lachen, Tennisspiel - politische Patzer und ihre Folgen - Wenn Politiker in Krisenzeiten die Nerven der Bürger verlieren – und selbst die Kontrolle
Deutsche Politiker sind wiederholt für ihr Verhalten in Krisenzeiten in die Kritik geraten. Vorfälle, bei denen sie lachten, Freizeitaktivitäten nachgingen oder Urlaubsreisen schlecht timten, haben immer wieder öffentliche Empörung ausgelöst. Solche Kontroversen führten bereits zu Rücktritten und Wahlniederlagen für die Betroffenen.
Im Juli 2021 besuchte Armin Laschet, damals führender konservativer Politiker, die von verheerenden Überschwemmungen betroffene Stadt Erftstadt. Während einer live übertragenen Stellungnahme eines Parteikollegen war er im Hintergrund lachend zu sehen. Der Moment zog scharfe Kritik auf sich, da viele dies angesichts des Ausmaßes der Katastrophe als pietätlos empfanden. Zwei Monate später erlitt seine Partei bei der Bundestagswahl eine deutliche Niederlage – Analysten führten die Niederlage auf sein beschädigtes Image zurück.
Ebenfalls 2021 trat Anne Spiegel, damals Bundesfamilienministerin, im April 2022 von ihrem Amt zurück. Nur zehn Tage nach der Flutkatastrophe im Ahrtal, bei der über 180 Menschen ums Leben kamen, hatte sie einen vierwöchigen Familienurlaub in Frankreich angetreten. Die zeitliche Platzierung der Reise löste breite Verurteilung aus und führte schließlich zu ihrem Rücktritt.
Erst kürzlich geriet Kai Wegner, der regierende Bürgermeister Berlins, unter Druck, nachdem ein mutmaßlicher Brandanschlag zu einem großflächigen Stromausfall im Südwesten der Stadt geführt hatte. Am ersten Tag des Blackouts spielte er eine Stunde lang Tennis. Als er später zu seinem Terminkalender während der Krise befragt wurde, erwähnte er das Match nicht. Kritiker werfen ihm seitdem vor, in einer Notlage persönliche Freizeit über Führungspflichten gestellt zu haben.
Auch andere Politiker mussten für ähnliche Fehltritte Konsequenzen tragen. Rudolf Scharping wurde 2002 als Verteidigungsminister entlassen, nachdem während einer Phase militärischer Spannungen Fotos von ihm am Pool in Mallorca auftauchten. Christine Lambrecht, ebenfalls Verteidigungsministerin, trat im Januar 2023 zurück – nach Kritik an ihrer Amtsführung, darunter ein umstrittenes Foto, das sie mit ihrem Sohn in einem Militärhubschrauber zeigte.
Die Stromversorgung im Südwesten Berlins wurde nach Tagen der Unterbrechung schließlich wiederhergestellt. Doch die politischen Folgen dieser Vorfälle wirken nach: Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die betroffenen Politiker hat nachhaltig gelitten.
Das wiederkehrende Muster von Fehleinschätzungen in Krisensituationen hatte reale Konsequenzen: Rücktritte, Wahlniederlagen und dauerhafte Reputationsschäden folgten auf jeden Vorfall. Während die betroffenen Regionen sich weiterhin erholen, bleibt der Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung unübersehbar.

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