02 May 2026, 22:05

EU plant eigenen Nachrichtendienst gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Eine Europakarte mit dem Logo der Europäischen Umweltbehörde in der linken oberen Ecke, die in verschiedenen Grüntönen schattiert ist, um die EU-Regionen anzuzeigen.

EU plant eigenen Nachrichtendienst gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Die Europäische Kommission treibt Pläne voran, einen eigenen Nachrichtendienst aufzubauen. Wie Beamte mitteilen, soll die neue Behörde Lücken in der Fähigkeit der EU schließen, Bedrohungen durch Gegner zu überwachen. Die Unterstützung für die Initiative wächst unter den großen politischen Gruppen.

Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD, argumentiert, die EU verfüge derzeit nicht über die notwendigen Mittel, um ihre eigene Existenz zu schützen. Ein eigener Nachrichtendienst sei seiner Ansicht nach unverzichtbar, um feindliche Akteure zu beobachten, die sich gegen den Block richten. Seine Partei hat die Pläne nun offiziell unterstützt.

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Auch Roderich Kiesewetter, Sicherheitsexperte der CDU, befürwortet das Vorhaben, betont jedoch zentrale Bedingungen. Er warnt, dass der Erfolg davon abhänge, ob die Mitgliedstaaten aktiv Informationen austauschen und zusammenarbeiten. Ohne eine funktionierende Vernetzung drohe die neue Struktur hinter den Erwartungen zurückzubleiben.

Kiesewetter fügt hinzu, der Nachrichtendienst müsse echte operative Vorteile bieten. Die bloße Schaffung einer weiteren Analyseeinheit reiche nicht aus – es brauche spürbare Verbesserungen gegenüber den bestehenden Systemen.

Der geplante EU-Nachrichtendienst soll kritische Sicherheitslücken schließen. Seine Wirksamkeit wird davon abhängen, wie gut die Mitgliedstaaten kooperieren und welche konkreten operationellen Fortschritte er bringt. Bevor die Pläne umgesetzt werden, stehen nun weitere Beratungen an.

Quelle