Europatag 2023: Warum das Brandenburger Tor in Blau erstrahlte
Europatag wurde am 9. Mai begangen – ein Gedenktag an die historische Erklärung, die das moderne Europa prägte. Vor 74 Jahren, im Jahr 1950, schlug der französische Außenminister Robert Schuman einen Plan vor, die Kohle- und Stahlproduktion des Kontinents zu vereinen. Diese Idee legte den Grundstein für das, was später zur Europäischen Union werden sollte.
Die ursprüngliche Erklärung zielte darauf ab, künftige Kriege zu verhindern, indem Schlüsselsektoren unter eine gemeinsame Kontrolle gestellt wurden. Schumans Vorschlag führte zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl – einer direkten Vorläuferin der heutigen EU. Mehr als sieben Jahrzehnte später wird seine Vision noch immer jedes Jahr am 9. Mai gewürdigt.
In Berlin erstrahlte das Brandenburger Tor an diesem Tag in den Farben der Europaflagge. Von Sonnenuntergang bis Mitternacht leuchtete das Wahrzeichen in Blau – als Symbol für Einheit. Zudem war die EU-Flagge mit dem Motto „In Vielfalt geeint“ zu sehen.
Die jährliche Feier erinnert an die Nachkriegskooperation in Europa. Regierungen, Schulen und Kultureinrichtungen auf dem gesamten Kontinent veranstalten Aktivitäten, um über gemeinsame Werte und Errungenschaften zu reflektieren. Die Feierlichkeiten 2023 umfassten öffentliche Veranstaltungen und offizielle Zeremonien. Das illuminierte Brandenburger Tor stand als sichtbares Zeichen für Schumans Erklärung von 1950.
Der Tag unterstreicht das Bekenntnis der EU zu Frieden, Solidarität und Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedstaaten.






