Frau heiratet Straßenbahn in Straßburg – und das standesamtlich
Eine Frau in Frankreich hat eine Straßenbahn geheiratet – und das sogar standesamtlich. Sandra Ram, die sich als Objektophilin identifiziert, gab dem Wagen mit der Nummer 3013 in Straßburg in diesem Jahr das Jawort. Die ungewöhnliche Verbindung sorgt für Aufsehen, nachdem die britische Boulevardzeitung The Daily Star darüber berichtete.
Bei Ram wurde bereits in ihrer Kindheit Objektophilie diagnostiziert – eine romantische oder sexuelle Anziehung zu Gegenständen. Ihre Bindung zu leblosen Dingen vertiefte sich mit der Zeit, doch die zufällige Begegnung mit der Straßenbahn Nr. 3013 löste eine dauerhafte Verbindung aus. Sie beschreibt ein sofortiges Gefühl der Zuneigung zu dem Fahrzeug.
Ihre Entscheidung, eine Beziehung zu einem Objekt einzugehen, wurde teilweise durch den Film Jumbo aus dem Jahr 2020 inspiriert, der ein ähnliches Thema behandelt. Trotz Skepsis aus ihrem Umfeld besteht Ram darauf, dass ihre Gefühle echt und natürlich sind. Sie behauptet, eine innige Beziehung zu der Straßenbahn zu pflegen – vergleichbar mit jeder anderen romantischen Partnerschaft.
Die Hochzeit fand 2024 statt, mit dem Segen des Straßenbahn-Depots, in dem die Nr. 3013 stationiert ist. Während viele die Art ihrer Bindung nicht nachvollziehen können, bleibt Ram ihrer Entscheidung treu. Derselbe Daily Star-Bericht erwähnte nebenbei auch zwei verwitwete Senioren in den USA, die kürzlich in einem Pflegeheim erneut geheiratet hatten.
Rams Ehe mit der Straßenbahn ist eine seltene, aber rechtlich anerkannte Verbindung. Die Zustimmung des Depots ermöglichte die Trauung und machte ihre Beziehung offiziell. Ihre Geschichte löst weiterhin Debatten über Liebe, Identität und die Grenzen menschlicher Verbindungen aus.






