02 April 2026, 18:06

Goslar testet Tempo 30 auf Hauptstraßen – mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der Seite einer Straße mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Goslar testet Tempo 30 auf Hauptstraßen – mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Goslar führt ab 9. April Testphase für Tempo-30-Zonen auf zwei Hauptverkehrsstraßen ein

Ab dem 9. April gelten in Goslar auf zwei wichtigen Straßen im Stadtteil Ohlhof vorläufige Tempo-30-Zonen. Betroffen sind die Ohlhofbreite und die Kurt-Schumacher-Allee. Die Stadtverwaltung erhofft sich von der Maßnahme eine höhere Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie eine Steigerung der Lebensqualität im Viertel.

Das auf sechs Monate angelegte Pilotprojekt zielt darauf ab, die durchschnittliche Verkehrsgeschwindigkeit auf 36 km/h oder darunter zu senken – den sogenannten V85-Wert. Während der Testphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollmaßnahmen eingesetzt. Stattdessen werden Autofahrer aufgefordert, die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung freiwillig einzuhalten.

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Innerhalb der Zone gilt künftig die Vorfahrtsregel "rechts vor links", sodass Fahrzeuge dem von rechts kommenden Verkehr Vorrang gewähren müssen. Die Stadt wird den Fortschritt durch regelmäßige Verkehrsuntersuchungen überwachen. Sollte der Versuch die gesteckten Sicherheitsziele erreichen, könnte die Tempo-30-Regelung dauerhaft eingeführt werden.

Die Unterstützung für das Projekt wächst bereits: 238 Anwohner haben eine Petition für verkehrsberuhigende Maßnahmen unterzeichnet. Öffentlich zugängliche Unfallstatistiken für die betroffenen Straßen der vergangenen drei Jahre liegen zwar nicht vor, detaillierte Daten können jedoch bei der Goslarer Polizei oder dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr angefordert werden.

Die Testphase läuft bis Oktober und gibt der Stadt ausreichend Zeit, die Auswirkungen zu bewerten. Bei Erfolg könnte die reduzierte Geschwindigkeitszone langfristig bestehen bleiben. Die Behörden rufen alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, mitzuwirken, um das Gebiet für alle sicherer zu gestalten.

Quelle