29 April 2026, 06:18

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern sogar noch mehr für die Reichen und große Unternehmen."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine Mindestabgabe auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens ist, argumentiert, dass die Maßnahme die Steuergerechtigkeit verbessern würde, ohne das Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen.

Sein Vorschlag umfasst eine jährliche Besteuerung von etwa 2 % auf große Vermögen. Angesichts eines durchschnittlichen Vermögenszuwachses von bis zu 6 % pro Jahr würde die Steuer den Vermögensstamm nicht schmälern. Um die Belastung zu mildern, schlägt er vor, dass Steuerzahler inländische Kapitalerträge und Einkommensteuern mit der Vermögenssteuer verrechnen können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorstoß folgt auf seine Kritik an der Regierungspolitik bei den steigenden Spritpreisen. Zuvor hatte er die Senkung der Mineralölsteuer als unwirksame "Gießkannenhilfe" abgetan. Nun zielt er darauf ab, enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie umweltbewusste Unternehmer für sich zu gewinnen.

Haeusgen war bis 2024 vier Jahre lang Präsident des konservativen Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Seit Mitte 2025 leitet er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsverband der Grünen. Seine Doppelfunktion als Unternehmer und Grünen-Politiker verleiht dem Vorschlag zusätzliches Gewicht.

Die Steuer soll zudem die Steuerkonformität fördern und die jüngsten Kürzungen bei Sozialleistungen ausgleichen. Haeusgen räumt ein, dass er als Unternehmenseigentümer selbst von der Regelung betroffen sein könnte.

Die geplante Vermögenssteuer zielt auf Vermögen über 100 Millionen Euro ab und sieht einen jährlichen Steuersatz von 2 % vor. Haeusgens Plan soll Ungleichheit verringern, ohne Anreize für Investitionen zu schwächen. Falls umgesetzt, könnte er die Steuerpolitik für die reichsten Bürger Deutschlands neu prägen.

Quelle