07 April 2026, 02:05

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 3,1-Prozent-Gehaltserhöhung

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, auf dem steht, dass faire Löhne in Ordnung sind, aber Arbeit das Wichtigste bleibt.

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 3,1-Prozent-Gehaltserhöhung

Tausende Mitarbeiter des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Schwierigkeiten des Unternehmens, das eine für April vorgesehene Erhöhung um 3,1 Prozent aufschiebt. Laut Unternehmensführung sollen dadurch in den kommenden zwölf Monaten mehrere Millionen Euro eingespart werden.

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Die ursprüngliche Gehaltsanpassung von 3,1 Prozent sollte zum 1. April in Kraft treten. Hettich schlug jedoch vor, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben, um die finanzielle Belastung zu verringern. Von dem Vorschlag waren rund 2.000 Beschäftigte betroffen.

Das Unternehmen betont, dass die Mitarbeiter nicht unter Druck gesetzt wurden. Stattdessen konnten die Angestellten individuell entscheiden, ob sie die Verschiebung akzeptieren. Dennoch stimmten mindestens 90 Prozent der Belegschaft dem Verzicht auf die Erhöhung zu.

Wer der Verschiebung zustimmte, wird in den nächsten zwölf Monaten insgesamt über 1.000 Euro weniger verdienen. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte unterdessen das Vorgehen von Hettich scharf und argumentiert, dass die Maßnahme die Mitarbeiter unzumutbar belaste.

Durch die Verschiebung spart Hettich zwar Millionen ein, für die meisten Beschäftigten bedeutet sie jedoch spürbare Einkommenseinbußen. Da die Mehrheit den Bedingungen zugestimmt hat, entgeht das Unternehmen vorerst akuten finanziellen Engpässen. Die Kritik der Gewerkschaft deutet jedoch darauf hin, dass die Debatte über die Fairness der Entscheidung weitergeht.

Quelle