IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Landtagswahl 2026 vor
Clara SchneiderIHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Landtagswahl 2026 vor
IHK Halle-Dessau legt Forderungen vor Landeswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre zentralen Forderungen im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 formuliert. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, das die Prioritäten der regionalen Wirtschaft zusammenfasst. Das Dokument soll nun die Diskussionen mit Parteien, Kandidaten und Wählern bis zur Wahl am 6. September prägen.
Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD mit etwa 39 Prozent der Stimmen führt, gefolgt von der CDU mit 27 Prozent und der Linken mit 13 Prozent. Der Landtag von Sachsen-Anhalt umfasst nach der Erweiterung bei der Wahl 2021 nun 97 Sitze – zuvor waren es 83.
Im Fokus des IHK-Papiers stehen dringende Herausforderungen in den Bereichen Fachkräftemangel, Bildung und Innovation. Gefordert werden eine bessere Ausschöpfung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials, darunter strengere Anforderungen an erwerbsfähige Personen sowie eine verbesserte Berufsberatung. Die Kammer setzt sich zudem für gezielte Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein, ebenso wie für einen beschleunigten Technologietransfer und neutrale Innovationsförderung.
Energie und Infrastruktur bleiben zentrale Themen. Die IHK verlangt eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung mit technologieoffenen Ansätzen, insbesondere im Bereich Wasserstoff und CO₂-Abscheidung. Zudem pocht sie auf den Erhalt industrieller Standorte wie dem Kraftwerk Schkopau und die Schließung langjähriger Investitionslücken in Verkehr, digitale Netze und Versorgungsinfrastruktur. Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen dringend benötigte Projekte beschleunigen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Abbau von Bürokratie. Die IHK fordert systematische Überprüfungen verwaltungstechnischer Abläufe sowie klarere und praxisnähere Gesetzgebung. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit betont sie die Notwendigkeit aktiver Unterstützung beim Markteintritt, verbunden mit einem Bekenntnis zu Freihandel und Diplomatie.
Das Positionspapier bildet die Grundlage für das Wahlengagement der IHK. In den kommenden Monaten sind Gespräche mit Parteien und öffentliche Veranstaltungen geplant, um die wirtschaftlichen Prioritäten voranzutreiben. Ziel der Kammer ist es, politische Weichenstellungen zu erreichen, die KMU stärken, die Infrastruktur modernisieren und Unternehmen in Sachsen-Anhalt von überflüssiger Bürokratie entlasten.






