15 March 2026, 08:04

Infineon baut Mega-Fabrik in Dresden für KI-Infrastruktur und Rechenzentren

Eine Zeichnung eines Fabrikinneren mit einer großen zentralen Maschine, umgeben von verschiedenen Geräten, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Infineon baut Mega-Fabrik in Dresden für KI-Infrastruktur und Rechenzentren

Infineon baut seine europäischen Aktivitäten aus – neues Großwerk in Dresden

Infineon erweitert seine europäischen Standorte mit einem neuen Großprojekt in Dresden. Die sogenannte "Smart Power Fab" wird sich auf Leistungselektronik konzentrieren – ein Schlüsselsektor für KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Die Bauarbeiten laufen bereits, die Produktion soll im Herbst 2026 starten.

Der Schritt erfolgt in einer Phase verschärften Wettbewerbs in Europas Halbleiterbranche. Unternehmen wie X-Fab bauen ebenfalls ihre Kapazitäten aus, während die Region ihre technologische Unabhängigkeit vorantreibt.

Die neue Fabrik wird zu einem der größten europäischen Standorte für Leistungselektronik. Diese Komponenten sind unverzichtbar für das Energiemanagement moderner Rechenzentren – ein Markt, der mittlerweile Milliarden wert ist. Infineons Investition passt zu Prognosen, wonach die fünf größten Hyperscaler bis 2026 über 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken werden.

Microsoft hat bereits 3,2 Milliarden Euro für drei Rechenzentren in der rheinischen Region Deutschlands zugesagt. Mit der Expansion will Infineon seine Position gegen asiatische Konkurrenten stärken, indem es die lokale Produktionskapazität ausbaut.

In Dresden läuft derzeit eine große Personaloffensive. Gesucht werden Fachkräfte, Wartungstechniker:innen und Systemoperator:innen – auch Quereinsteiger:innen haben Chancen. Die Halbleiterbranche leidet weiterhin unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, was die aktuelle Einstellungskampagne besonders wichtig macht.

Die Infineon-Aktie schloss am Freitag bei 39,77 Euro, nach einem Rückgang von fast 9 Prozent im vergangenen Monat. Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 37,00 Euro – ein Wert, den Analysten genau beobachten.

Die Dresdner Fabrik wird eine zentrale Rolle in Europas Streben nach technologischer Souveränität spielen. Die Produktion soll Ende 2026 anlaufen – just in dem Moment, in dem die Nachfrage nach KI-Infrastruktur neue Höchststände erreicht. Mit der Expansion und den Personalinitiativen sichert sich Infineon einen Platz in einem rasant wachsenden Markt.

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