23 March 2026, 10:05

Kriminalität in Osnabrück sinkt – doch häusliche Gewalt und Messerangriffe steigen

Diagramm, das die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Kriminalität in Osnabrück sinkt – doch häusliche Gewalt und Messerangriffe steigen

Kriminalitätsrückgang in der Region Osnabrück – doch Gewalt und häusliche Gewalt bleiben Problem

In der Region Osnabrück ist die Gesamtkriminalität kontinuierlich zurückgegangen: Im Vergleich zu 2005 wurden 23.000 weniger Straftaten registriert. Dennoch geben Bereiche wie häusliche Gewalt und Gewaltdelikte weiterhin Anlass zur Sorge. Die Polizei präsentiert in ihrem aktuellen Jahresbericht sowohl Erfolge als auch anhaltende Herausforderungen.

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2025 sank die Zahl der erfassten Straftaten um 2 % auf 81.539 – bei gleichzeitig höchster Aufklärungsquote im Landesvergleich. Rückgänge verzeichneten Diebstahl, Drogenkriminalität und Sprengungen von Geldautomaten, aber auch Tötungsdelikte und Ladendiebstahl. Einige Deliktsbereiche blieben jedoch auf besorgniserregendem Niveau.

So blieb die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt mit 4.893 hoch, darunter zwei mutmaßliche Tötungsdelikte. Gewalttaten insgesamt blieben ein Schwerpunktthema: 14.568 Vorfälle wurden registriert, fast 10.000 davon mit Körperverletzung. Messerangriffe stiegen deutlich auf 438 Fälle.

Bei der Jugendkriminalität zeigten sich gemischte Trends: Zwar gingen Straftaten von Kindern und Jugendlichen leicht zurück, doch der Anteil jüngerer Täter nahm zu. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Jugendkriminalität in Osnabrück um 12 % – weniger stark als in Hannover (+18 %) oder Braunschweig (+15 %). Digitale Straftaten, insbesondere die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messengerdienste, machten 867 Fälle aus.

Angriffe auf Einsatzkräfte blieben mit 1.768 betroffenen Beamten alarmierend häufig. Die Polizei setzt weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, um Fälle aufzuklären und weitere Taten zu verhindern. Die Erforschung des "Dunkelfelds" – also nicht angezeigter Straftaten – bleibt landesweit ein zentrales Thema; neue Erkenntnisse werden im Herbst erwartet.

Insgesamt ist die Kriminalitätsrate in Osnabrück seit 2005 deutlich gesunken, mit Fortschritten in mehreren Schlüsselbereichen. Doch Gewaltdelikte, häusliche Gewalt und Angriffe auf Rettungskräfte erfordern weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Die Behörden betonen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ist, um diese anhaltenden Probleme zu bewältigen.

Quelle