02 May 2026, 18:12

Lasse Stolley lebt seit drei Jahren im Zug – sein Job als Zugbegleiter ist sein Zuhause

Schwarze und weiße Fotografie eines Bahnhofs in Dielkirchen, Deutschland, mit einem Zug auf den Gleisen, umgeben von Häusern, Strommasten, Bäumen, Menschen und Bergen sowie einem klaren Himmel im Hintergrund.

Lasse Stolley lebt seit drei Jahren im Zug – sein Job als Zugbegleiter ist sein Zuhause

Seit über drei Jahren sind die Züge Deutschlands Lasse Stolleys Zuhause. Der 30-Jährige arbeitet als Vollzeit-Zugbegleiter und reist täglich quer durchs Land. Sein ungewöhnlicher Lebensstil hat sogar die Aufmerksamkeit von Fahrgästen erregt, die ihn aus Medienberichten wiedererkennen.

Sein Job bei TRI Train Rental führt ihn jede Woche in andere Städte. Er verdient knapp 3.400 Euro brutto im Monat, und sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für sein Bahn-Ticket. Mit einer BahnCard 100 kann er bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurücklegen – die Grundlage für sein nomadisches Leben.

Er lebt noch immer aus dem Rucksack, wäscht seine Kleidung per Hand in den Waschbecken der DB-Lounges. Trotz der Herausforderungen genießt er die Begegnungen mit Menschen auf seinen Reisen – darunter auch seine aktuelle Freundin, die er in einer der Lounges kennengelernt hat. Seine Fahrten haben ihn auch über Deutschlands Grenzen hinausgeführt, bis nach Transnistrien und Istanbul.

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Fahrgäste sprechen ihn oft an, nachdem sie ihn aus Presseberichten erkannt haben. Die Aufmerksamkeit stört ihn nicht. Für Stolley bleibt das Leben auf Schienen ein Abenteuer.

Sein Alltag ist alles andere als gewöhnlich: Er schläft in Personalabteilen der Züge, arbeitet im Schichtdienst quer durch Deutschland und hält seinen Besitz auf ein Minimum beschränkt. Seine Geschichte zeigt, wie ein Job im Schienenverkehr zu einer Lebensweise werden kann.

Quelle