14 March 2026, 18:05

Legenden kehren zurück: Das Schwabinger 7 lebt in einem Kunstwerk weiter

Ein detaillierter alter Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Legenden kehren zurück: Das Schwabinger 7 lebt in einem Kunstwerk weiter

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt zurück in den Fokus der Öffentlichkeit. Die legendäre Kneipe Schwabinger 7, einst die berühmteste Stammkneipe der Stadt, lebt weiter in einem Kunstwerk des Künstlers Rupert Dorrer. Das mehrschichtige Mixed-Media-Gemälde wird bald in der Galerie in Bruckmühl ausgestellt.

Die Geschichte des Kunstwerks begann mit der Kneipe selbst. Vor ihrem Abriss fotografierte Dorrer die Wand des Schwabinger 7 und verwandelte sie in ein 140 mal 72 Zentimeter großes Mixed-Media-Werk. Die Bar in der Feilitzschstraße 7 in Schwabing hatte vor ihrem Aufstieg zur Kultkneipe im 19. Jahrhundert keine dokumentierte Vergangenheit.

Nach der Schließung der Kneipe wurde das Kunstwerk versteigert und fand später ein Zuhause im Denn's Biomarkt – genau dort, wo einst das Schwabinger 7 stand. Dorrer und der ehemalige Wirt Gerd "Manila" Waldhauser treffen sich noch immer im Grünen Eck in der Schwabinger Marktstraße und halten so den Geist der alten Stammgäste lebendig.

Das Gemälde wird am Montag, dem 14. März, um 11 Uhr vom neu gewählten Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter offiziell enthüllt. In Dorrers Galerie in Bruckmühl sind bereits 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim zu sehen, die von 1875 bis heute entstanden sind.

Das Schwabinger 7-Kunstwerk ist nun ein greifbares Bindeglied zu Münchens Vergangenheit. Seine Ausstellung in der Bruckmühler Galerie sorgt dafür, dass die Erinnerung an die ikonische Bar präsent bleibt. Die Enthüllung markiert ein weiteres Kapitel auf dem Weg des Werks – von einer abgerissenen Wand zu einem gefeierten Kunstwerk.

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