Lemgow bekommt neuen Tante-Enso-Laden – und damit mehr als nur Einkaufsmöglichkeiten
Clara SchneiderLemgow bekommt neuen Tante-Enso-Laden – und damit mehr als nur Einkaufsmöglichkeiten
Ein neuer Tante-Enso-Laden bringt Leben in den Lemgower Einzelhandel – und schließt eine Lücke, die entfernte Supermärkte hinterlassen haben
Der Anfang Ende 2023 eröffnete Markt ist Teil eines wachsenden Netzes von mittlerweile fast 90 Filialen in ganz Deutschland. Hinter der Kette steht die Genossenschaft myEnso Teilhaber eG, die traditionelle Tante-Emma-Läden mit modernem Komfort verbindet.
Für die Bewohner von Lemgow entfällt damit die Notwendigkeit, über fünf Kilometer für den Wocheneinkauf zurückzulegen. Der Laden führt regionale Produkte – darunter Eier und Kartoffeln, die vom stellvertretenden Bürgermeister stammen. Wer eine Tante-Enso-Karte besitzt, kann rund um die Uhr einkaufen.
Doch der Laden ist mehr als nur eine Einkaufsstätte: Er hat sich zu einem sozialen Treffpunkt entwickelt. Oft versammeln sich Kunden vor dem Geschäft, um sich auszutauschen oder gemeinsam ihre Einkäufe zu genießen. Dieser Gemeinschaftsgedanke entspricht der Philosophie von Enso, den ländlichen Einzelhandel wiederzubeleben.
Unterdessen hat die Genossenschaft zugesagt, bis zu 36 Tegut-Filialen von Migros zu übernehmen – vorbehaltlich der Kartellbehörden. Die meisten dieser Standorte liegen in ländlichen Regionen und passen damit zur Strategie von Enso, unterversorgte Gebiete zu bedienen.
Mit der Expansion der Tante-Enso-Läden soll der Zugang zu Lebensmitteln in abgelegenen Regionen wieder einfacher werden. Mit fast 90 Filialen baut die Genossenschaft ihre Präsenz weiter aus. Geht die Tegut-Übernahme wie geplant vonstatten, könnten noch mehr Menschen auf dem Land von diesem Modell profitieren.






