16 April 2026, 02:05

Lufthansa erhöht Ticketzuschläge wegen explodierender Kerosinkosten und setzt auf Hedging-Strategie

Eine Liniengrafik mit der Bezeichnung "Brennstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund, die zwei Linien zeigt: eine blaue Linie, die eine sinkende Brennstoffpreisentwicklung über die Zeit angibt, und eine grüne Linie, die steigende Preise angibt.

Lufthansa erhöht Ticketzuschläge wegen explodierender Kerosinkosten und setzt auf Hedging-Strategie

Die Lufthansa Group hat ihre Strategie zur Kraftstoffpreisbemessung angepasst, um die steigenden Kosten zu bewältigen. Die Fluggesellschaft setzt seit Langem auf Hedging – eine Methode, bei der Treibstoff im Voraus gekauft wird –, um sich vor plötzlichen Preissprüngen abzusichern. Angesichts der steigenden Kerosinkosten hat das Unternehmen nun auch den "Internationalen Zuschlag" für Passagiere erhöht.

Kürzlich bestätigte die Gruppe, dass bereits rund 80 Prozent ihres Kerosinbedarfs für 2026 und 40 Prozent für 2027 durch Hedging-Geschäfte abgesichert sind. Mit diesem Vorgehen liegt ihr Absicherungsniveau über dem der meisten Konkurrenten.

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Lufthansas Hedging-Strategie folgt einem strukturierten Zeitplan. Über einen Zeitraum von 18 Monaten baut die Airline schrittweise ihre Treibstoffreserven auf. Das Ziel besteht darin, sechs Monate vor Abflug eines jeden Fluges 85 Prozent des Bedarfs abzusichern.

Das Unternehmen hatte das Hedging nach einer vorübergehenden Pause kürzlich wieder eingeführt. Dabei wurden keine grundlegenden strukturellen Änderungen am Prozess vorgenommen. Stattdessen führt die Gruppe ihre bewährte Praxis fort, Preise frühzeitig festzusetzen, um Schwankungen zu vermeiden.

Die höheren Kerosinkosten haben Lufthansa dazu veranlasst, die Gebühren für Passagiere zu erhöhen. Der "Internationale Zuschlag" spiegelt nun diese gestiegenen Ausgaben wider. Gleichzeitig haben sich veränderte Reisegewohnheiten die Nachfrage nach bestimmten Strecken verändert, was sich auf die Ticketpreise auswirkt. Angebot, Nachfrage und betriebliche Kosten spielen allesamt eine Rolle bei der Preisgestaltung.

Neben dem Treibstoff erhöhen weitere Faktoren den Druck. Flugannullierungen und Umleitungen – oft verursacht durch Konflikte in Kriegsgebieten – haben die Ausgaben der Airline zusätzlich in die Höhe getrieben.

Die Lufthansa Group bleibt darauf fokussiert, Kraftstoff zu stabilen Konditionen zu sichern. Mit einem erheblichen Teil ihres Bedarfs für 2026 und 2027 bereits abgesichert, strebt das Unternehmen an, finanzielle Risiken zu minimieren. Gleichzeitig werden Passagiere Anpassungen bei den Zuschlägen erleben, während sich das Unternehmen an die anhaltenden Kostenerhöhungen und veränderten Reisemuster anpasst.

Quelle