Lufthansa streicht Überbrückungszahlungen für künftige Frühpensionäre – Gewerkschaft prüft Plan
Emma MayerLufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenkonten vor - Lufthansa streicht Überbrückungszahlungen für künftige Frühpensionäre – Gewerkschaft prüft Plan
Lufthansa legt neuen Rentenplan vor – Wegfall der Überbrückungszahlungen für Frühpensionäre
Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag vorgelegt, der die sogenannten Überbrückungszahlungen für Piloten bei vorzeitigem Ruhestand abschaffen soll. Die Airline begründet dies damit, dass das aktuelle System nicht mehr zu modernen Rentenvereinbarungen passe. Andere große europäische Fluggesellschaften hätten in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Anpassungen vorgenommen.
Bisher erhalten Piloten, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen, eine finanzielle Überbrückungshilfe. Lufthansa will diese Leistung nun für künftige Frühpensionäre streichen, sie aber für Kollegen beibehalten, die bereits kurz vor der Anspruchsberechtigung stehen. Das Unternehmen argumentiert, dass diese Änderung das Rentensystem an die Praxis von Konkurrenten wie KLM und British Airways angleichen würde.
Sowohl KLM als auch British Airways sind in den letzten fünf Jahren zu beitragsorientierten Rentensystemen übergegangen. KLM passte zwischen 2021 und 2022 die Altersgrenzen an die nationalen Vorschriften an. British Airways reduzierte 2022 bis 2023 die Frührentenleistungen für Beschäftigte unter dem gesetzlichen Renteneintrittsalter. Lufthansa verweist darauf, dass diese Airlines keine gesonderten Frührentenregelungen mehr anbieten.
Die eingesparten Mittel aus dem Wegfall der Überbrückungszahlungen könnten die regulären Rentenleistungen um bis zu 50 Prozent erhöhen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Vorschlag erhalten und wird ihn in ihrem Verhandlungsgremium prüfen.
Lufthansas Plan würde das Rentensystem an die Branchenstandards von KLM und British Airways anpassen. Piloten, die bereits kurz vor dem Anspruch auf Überbrückungszahlungen stehen, behielten diese Leistung, während künftige Frühpensionäre leer ausgingen. Die Bewertung durch die Gewerkschaft wird entscheiden, ob die Änderungen umgesetzt werden.






