Mainzer Dezernentin nennt Terminal-3-Eröffnung eine "Beerdigung der Region"
Lina KrügerMainzer Dezernentin nennt Terminal-3-Eröffnung eine "Beerdigung der Region"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am geplanten Eröffnungstermin von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Sie bezeichnete das Ereignis als "Beerdigung einer lärmgeplagten Region" und warf den Verantwortlichen vor, die seit Jahren überlasteten Anwohnerinnen und Anwohner systematisch zu ignorieren.
Steinkrüger betonte, Terminal 3 sei "nie notwendig" gewesen. Trotz jahrzehntealter Versprechungen eines boomenden Passagieraufkommens seien die Flugzahlen seit Jahren stagnierend. Die ursprüngliche Begründung für den Bau – angebliche Kapazitätsengpässe – sei im Laufe der Zeit durch vage Argumentationen über "Abfertigungsqualität" ersetzt worden, um das Projekt zu rechtfertigen.
Laut Steinkrüger gebe es "zu keinem Zeitpunkt" belastbare Daten für das Vorhaben – weder 2014 bei Baubeginn noch heute, wo die Eröffnung für 2026 bevorstehe. Sie wirft den Flughafenbetreibern vor, Fehlkalkulationen durch die Abhängigkeit von Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtgeschäfts zu verschleiern. Zudem sei für die Terminal-Erweiterung in geschützte Waldflächen eingegriffen worden.
Der Lärm in der Rhein-Main-Region habe "unertragliche Ausmaße" angenommen, so Steinkrüger. Die Bevölkerung leide seit Jahren unter einem "über das erträgliche Maß hinausgehenden" Flugaufkommen. Die Eröffnung des Terminals komme für die Betroffenen einem "Schlag ins Gesicht" gleich.
Trotz anhaltender Kritik soll der Neubau wie geplant in Betrieb gehen. Steinkrügers Äußerungen spiegeln die langjährigen Bedenken hinsichtlich Lärmbelastung, Umweltzerstörung und ausgebliebener Wachstumsprognosen wider. Eine Stellungnahme der Flughafenverantwortlichen zu ihren Vorwürfen steht noch aus.






