Mecklenburg-Vorpommern vernachlässigt seine Ostseehäfen – CDU fordert dringende Investitionen
Hannah WeberCDU fordert mehr Investitionen in die Hafeninfrastruktur - Mecklenburg-Vorpommern vernachlässigt seine Ostseehäfen – CDU fordert dringende Investitionen
Mecklenburg-Vorpommern steht unter Druck, in seine Ostseehäfen zu investieren
Während andere Küstenbundesländer Bundesmittel genutzt haben, um ihre Häfen auszubauen, sieht der aktuelle Haushaltsplan der Region keine Mittel für die Hafeninfrastruktur vor. Die oppositionelle CDU-Fraktion fordert nun von der linksgerichteten Koalition in Schwerin dringendes Handeln.
In den vergangenen fünf Jahren haben die Nachbarländer Millionen in ihre Häfen investiert. So erhielt das Containerterminal in Wilhelmshaven (Niedersachsen) zwischen 2022 und 2024 rund 50 Millionen Euro. Der Windenergie-Terminal in Cuxhaven wurde 2023 mit 30 Millionen Euro ausgebaut. Schleswig-Holstein modernisierte das Hafenbecken in Kiel (40 Millionen Euro, 2021–2025) und erneuerte die Kaimauern in Lübeck (25 Millionen Euro, 2024). Mecklenburg-Vorpommern hingegen hat bisher keine Bundesgelder für vergleichbare Projekte eingesetzt.
CDU-Fraktionschef Daniel Peters kritisiert die Untätigkeit der Landesregierung. Häfen, Verkehrswege und Binnenanbindungen seien entscheidend für das Wirtschaftswachstum und die nationale Sicherheit, betont er. Die Region müsse eine stärkere Rolle dabei spielen, die Position Norddeutschlands als europäisches Handels- und Logistikzentrum zu festigen.
Die CDU-Landtagsfraktion verlangt nun einen eigenen Haushaltsposten, um die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu verbessern. Sie wirft der Schweriner Koalition vor, sich auf zusätzliche Bundesmittel zu verlassen, statt eigenständig in die Modernisierung der eigenen Häfen zu investieren.
Die Debatte zeigt eine wachsende Spaltung in der Frage der Hafeninvestitionen. Da Bundesgelder bereits verfügbar sind, besteht die CDU auf sofortiges Handeln, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ohne Kurswechsel droht Mecklenburg-Vorpommern, wirtschaftliche und strategische Chancen zu verpassen, die mit seinen Ostseehäfen verbunden sind.